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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 365

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 365 (sequence 368)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8173-3484322
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Ussischkin, Szkolnik, Harzfeld, Vermes 3*5 ERNÖ VERMES (Allg., Transsylvanien): Wir dachten bisher, die Kolonisation im Emek sei ein Paradies, und mußten nun die niederschmetternde Nachricht vernehmen, daß sie zum Teil in ernsten Schwierigkeiten ist. VORS. PRÄS. MOTZKIN macht den Redner darauf aufmerksam, daß seine Ausführungen eigentlich in die Generaldebatte gehören, und fordert ihn auf, seinen Antrag zu formulieren und kurz zu begründen. ERNÖ VERMES: Wir verlangen, daß die Baracken in Kfar Gideon instandgesetzt werden. Die Kolonie wurde 1923 von Leuten aus dem Mittelstand gegründet. Schon damals war sie vom Unglück verfolgt, denn als die Siedler den ihnen zugewiesenen Boden in Tel Adaschim beziehen wollten, stellte sich heraus, daß dieser einen Tag vorher von anderen besetzt worden war. Drei Monate mußten sie in Haifa in Baracken wohnen, die auf ihre eigenen Kosten errichtet wurden, und erst als Rabbiner Dr. Chajes, damals Präsident des A.C., die Angelegenheit auf die Tagesordnung des A.C. stellte, wollte die Exekutive die Leute auf Basaltboden ansiedeln. Dabei besaßen sie pro Familie 200—500 Pfund und zum Teil lebendes Inventar. Der Boden eignete sich aber nicht, 20 Familien mußten evakuiert werden, und schließlich brach vor einigen Wochen in der Kolonie die Maul- und Klauenseuche aus. Und nun wurden die Siedler zu guter Letzt von der Exekutive angeklagt, nicht vor dem Friedensgericht, sondern vor dem arabischen Gericht in Nazareth. Und obwohl sie sich vertraglich verpflichteten, alle ihre Schulden zu zahlen und ihnen ein Beamter des Kolonisationsdepartements versprach, daß der Protest zurückgezogen werde, wurden sie in ihrer Abwesenheit verurteilt. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Der Antrag der Kommission enthält doch eigentlich schon die positive Antwort auf Ihren Wunsch. Bestimmte Summen können Sie nur in der Budgetkommission verlangen. Jetzt können wir nur die Konsolidierung besprechen. Das Amendement Vermes: Die Baracken von Kfar Gideon sollen instandgesetzt werden wird angenommen, ebenso Punkt 6 mit Amendement. BERICHTERSTATTER SZKOLNIK verliest Antrag 7 der Kommission: Der Kongreß fordert von der Exekutive der Jewish Agency, während des nächsten Jahres alle technischen Maßnahmen zu ergreifen, welche zur Vorbereitung der planmäßigen Besiedlung von Wadi El-Chawarith notwendig sind, und beschiieik, zu diesem Zweck eine entsprechende Summe in das Budget einzusetzen, die keiner Kürzung unterliegen soll. Der Antrag der Kommission wird angenommen. BERICHTERSTATTER SZKOLNIK verliest Antrag 8 der Kolonisationskommission: Der Kongreß begrüßt den von der Jewish Agency zusammen mit einem besonderen Beirat ausgearbeiteten Plan der Mittelstandsansiedlung in Wadi El-Chawarith und fordert von der Jewish Agency, alle Maßnahmen zu treffen, um

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