Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 364 (sequence 367)
- Language
- German, English, Hebrew
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364 jy. Kongreß-Sitzimg: Bericht der Kolonisationskommission den ist, durch Ansiedlung der bereits auf dem Boden der Siedlung befindlichen Siedler zur Ausführung zu bringen, und fordert zu diesem Zweck, daß eine entsprechende Summe, die keiner Kürzung unterliegen soll, in das Budget des nächsten Jahres eingesetzt werde. Gleichzeitig soil sich die Exekutive mit dem K K L. in Verbindung setzen, um die Pflügung des Bodens und den Beginn der Anpflanzung des Landau-Waldes in Schech Abrek noch für das laufende Jahr zu sichern. M. M. USSISCHKIN (Allg., Erez Israel) ist dafür, daß der letzte Passus des Antrages 5, „Gleichzeitig soll sich die Exekutive mit dem K.K.L. in Verbindung setzen, um die Pflügung des Bodens und den Beginn der Anpflanzung des Landau-Waldes in Schech Abrek noch für das laufende Jahr zu sichern«, gestrichen wird. Es ist nicht Aufgabe des K.K.L., sich mit der Pflügung des Bodens zu befassen. Dies ist Sache der Exekutive der Jewish Agency, und man soll nicht dem K.K.L. auf dem Weg des Kongresses neue Arbeiten auferlegen. Was die Frage des Landau-Waldes anbetrifft, so wurde seinerzeit vom Hapoel Hamisrachi beschlossen, für einen Landau-Wald zu sammeln, leider hat aber die Sammlung nur geringe Mittel aufgebracht. Wenn wir das erforderliche Geld bekommen werden, werden wir den Wald auch ohne Beschluß des Kongresses errichten. Sonst werden wir es nicht tun können. BERICHTERSTATTER SZKOLNIK: Wir wollten, daß die Summe, die in diesem Jahr für Schech Abrek bestimmt werden wird, für produktive Zwecke ausgegeben werde. Nun wußten wir, daß der Keren Kajemeth in der Gegend von Schech Abrek unbearbeitete Böden besitzt, die er jedenfalls wird bearbeiten müssen. Wir wollten daher, daß das Kolonisationsdepartement sich darum kümmere, daß der Hapoel Hamisrachi die erwähnten Böden vom Keren Kajemeth zur Bearbeitung erhalte und so die Erhaltung der Gruppe gesichert werde. Was den Landau-Wald anbetrifft, so wurden wir dahin informiert, daß für diesen Zweck bereits eine Summe von 600 Pfund aufgebracht und dem K.K.L. übergeben wurde. Wir haben eine Rechnung aufgestellt, wonach für Aufforstungsarbeit und die Arbeit der Pflügung den Leuten Möglichkeit zur Existenz gegeben wird. ABRAHAM HARZFELD (Arb., Erez Israel): Man braucht auch keinen Beschluß zu fassen, daß man sich mit dem K.K.L. in Verbindung setzen soll. M. M. USSISCHKIN: Die Frage ist eine prinzipielle. Man darf dem K.K.L. keine Arbeit auferlegen, die nicht in seine Kompetenz fällt. Wenn wir den Boden selbst bestellen müssen, so werden wir es tun, wir werden aber nach Möglichkeit suchen, die Pflügung nicht selbst vorzunehmen. Der Kongreß soll jedenfalls aus prinzipiellen Gründen keinen Beschluß fassen. Die Kolonisationskommission zieht den letzten Passus des Antrages 5 zurück. Der erste Teil des Antrages 5 bis „eingesetzt werde" wird angenommen. BERICHTERSTATTER SZKOLNIK verliest Antrag 6: Der Kongreß fordert von der Exekutive der Jewish Agency, die Konsolidierung der Siedlung Kfar Gideon noch in diesem Jahre weiterzuführen, und beschließt zu diesem Zweck, in das Budget des nächsten Jahres eine entsprechende Summe einzusetzen, die keiner Kürzung unterliegen soll. Die Siedlung soll baldmöglichst auf 40 Familien ergänzt werden. Zu diesem Antrag hat Del. Vermes ein Minderheitsvotum angemeldet.