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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 337

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 337 (sequence 340)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodle 337 feindlichen Regierungsverwaltung hat die Privatinitiative in Palästina nach unbeschreiblichen Schwierigkeiten eine beachtenswerte Position errungen. Außer den Rothschild'schen Weinkellereien und der Seifenerzeugung in Nablus und Jaffa gab es vor dem Kriege in Palästina keine wichtige Industrie, sondern nur verschiedene primitive Gewerbe, fast ohne Maschinen, mit einer unbedeutenden Kapitalsumme und einer ganz geringen Zahl von Arbeitern. Im März 1930 gab es in Palästina 2688 jüdische Unternehmungen mit 11.349 Beschäftigten. Es wurden ungefähr 3,1 Millionen Dollar an Löhnen ausgezahlt, für 5 Millionen Rohmaterial verwendet, für zirka 10,5 Millionen Dollar Waren hergestellt. Die Kapitalinvestition belief sich insgesamt auf 17 Millionen Dollar, einschließlich der 6,5 Millionen Dollar der Palestine Economic Corporation und der Palestine Potash Ltd. Die für Rohmaterialien und Produktion angegebenen Ziffern sind in diesem Betrage aber nicht enthalten. Die jüdische Industrie, insbesondere Zement und Textilien, stellt einen wichtigen Teil des Palästinaexportes dar. Das Wachstum in der Industrie wurde durch die Entwicklung der Palestine Electric Corporation sehr gefördert. 350 verschiedene Arten von Waren werden heute produziert. Diese wunderbare Entwicklung ist fast ohne öffentliche Unterstützung zustandegekommen. Sie hat fast für ein Drittel der seit dem Krieg eingewanderten Bevölkerung Lebensmöglichkeiten geschaffen. Die Handelsbilanz ist eines der wichtigsten ökonomischen Probleme von Palästina. Der hervorstechendste Charakterzug dieses Einwanderungslandes ist natürlich noch eine dauernd stark passive Handelsbilanz. Der Export betrug 1930 die Summe von 2,235.386 Pfund, der Import aber 7,143.872 Pfund. Von 1920 bis 1930 betrug der Überschuß des Importes gegenüber dem Export mehr als 52 Millionen Pfund. Solange diese Frage besteht, wird importiertes Kapital dauernd ins Ausland abströmen, was sich natürlich auf das ganze Geschäft im Lande ungünstig auswirkt. Wir müssen nicht nur an das nationale Verständnis, sondern auch an den ökonomischen Sinn der Juden in der Diaspora appellieren. Palästina ist umgeben von einem Gebiet mit einer Bevölkerung von 25 Millionen, das industriell nichts produziert. Wir sind zweifellos imstande, eine Industrie aufzubauen, die alle diese Märkte versorgt. Sind einmal die Grundlagen für eine solche Industrie geschaffen, so gibt es praktisch keine Grenze für die Einwanderungsmöglichkeit von Juden nach Palästina. Wir gründen Gesellschaften von zweierlei Art, solche unter Beteiligung einiger Großkapitalisten und andere unter Heranziehung größerer Gruppen von vielen Kleinkapitalisten. Als Beispiele für den ersten Weg erwähne ich die Palestine Potash Company. Die Errichtung der Anlagen am Toten Meer macht rasche Fortschritte, die Resultate der vorbereitenden Experimentalarbeit bestätigen sich vollauf. Ende dieses Jahres dürften bereits die Kali-, Brom- und gewöhnlichen Salze auf den Weltmarkt gebracht werden können. Ende 1930 wurden mehr als 350 Arbeiter eingestellt. Die Wohngelegenheiten und sanitären Bedingungen der Fabrikanlagen sind vorzüglich reguliert. Sollten sich die diesjährigen Resultate als ebenso günstig erweisen wie die des Jahres 1930, so wird die Gesellschaft die Errichtung einer Schmalspurbahn vom Toten Meer bis Beisan ins Auge fassen müssen, wir werden den neuen Hafen tüchtig in Anspruch nehmen und voraussichtlich eine chemische Fabrik in Haifa bauen müssen. Ich brauche Ihnen die Weltbedeutung des Kali für die Düngerindustrie nicht vor 22

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