Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 336

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 336 (sequence 339)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476288--8144-3484293
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

336 /j. Kongreß-Sitzung: Bericht der Wirtschaftskommission 3. Heranziehung von größeren Kapitalien für großindustrielle Unternehmungen,. Konzessionen und langfristige Kreditinstitute; 4. Organisation eines rationellen Informationsdienstes in Palästina und größeren jüdischen Zentren; 5. Organisation des Absatzes der palästinensischen Produkte und Fabrikate; 6. Studium verschiedener neuer Anlage-Möglichkeiten und Industriezweige. 7. Uber die organisatorische Form und die personelle Zusammensetzung dieser Zweckorganisation soll die Exekutive zu Rate gezogen werden. VORS. PRÄS. MOTZKIN weist darauf hin, daß der Kongreß noch nicht die Resolutionskommission gewählt hat, durch die vor der Abstimmung alle Resolutionen gehen müssen. Er schlägt für diese Kommission die Herren Dr. Nußbaum, Dr. Spann, Dr. Silberschein, \Dr. Hans Bloch, Dr. Marcus Cohn und Dr. E. Margulies vor, was der Kongreß ohne Widerspruch annimmt. Den Vorsitz übernimmt Vizepräsident Dr. Selig Soskin. REFERAT ÜBER DIE BESCHLEUNIGUNG DER ABSORPTIONS¬ FÄHIGKEIT PALÄSTINAS. ISRAEL B. BRODIE (Allg., Amerika — spricht englisch): Wir müssen natürlich den Kampf um unsere politischen Rechte fortsetzen, aber wenn wir diesen Rahmen nicht durch ökonomische Schöpfungen ausfüllen, so werden wir unsere papierenen Rechte nicht in lebendige Tatsachen umwandeln. Wir müssen alle unsere Energie anwenden, um die ökonomische Aufnahmefähigkeit Erez Israels im höchsten Grade zu beschleunigen. In den nächsten fünf Jahren sollten mindestens 100.000 sich selbst erhaltende Juden nach Palästina gebracht werden. Einiges über die Schaffung der ökonomischen Grundlagen hierzu möchte ich Ihnen vortragen. Seit Beginn seiner Arbeit hat der Keren Hajessod 1,200.000 Pfund, d. L ein Drittel seiner Gesamtausgaben, für landwirtschaftliche Kolonisation investiert und 7500 Siedler angesetzt. Dieses Werk muß natürlich fortgesetzt werden, aber in einem rascheren Tempo, und es darf auch nicht vergessen werden, daß das Ausmaß des kultivierbaren Bodens doch einigermaßen beschränkt ist. Ich habe in meiner Broschüre ausführliches Ziffernmaterial über die ökonomischen Positionen zusammengestellt, die privates und nationales Kapital in diesem ersten Jahrzehnt nach dem Kriege geschaffen haben. Hier nur eine Gegenüberstellung: bei Kriegsende zählte die jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung in Palästina 12.000 Seelen, 1929 aber 38.777, 1919 betrug die von der Industrie abhängige jüdische Bevölkerung nur einige Tausend, 1930 lebten von der jüdischen Industrie mindestens 33.000 Menschen. Das bedeutet, daß in der Landwirtschaft, einschließlich der Orangenpflanzungen, bei einer Investition von 40 Millionen Dollars 16.77J neuen Menschen eine Lebensmöglichkeit gegeben wurde, in der Industrie hingegen etwa 30.000 Menschen bei. einer Investition von 20 Millionen Dollars. Die durchschnittliche Investierung für einen ländlichen Siedler war also ungefähr 1500 Dollars, für einen industriell Beschäftigten 666 Dollars. Der Keren Hajessod hat für städtische Kolonisation nur 3,8% ausgegeben; trotz dieser geringen Unterstützung und angesichts einer sympathielosen und oft

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.