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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 335

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 335 (sequence 338)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Naiditsch 335 men. Die Landesorganisationen sollen aus Personen bestehen, die für den Aufbau Palästinas arbeiten wollen, unabhängig davon, ob sie Mitglieder der Jewish Agency oder der Zionistischen Organisation sind. Wie wollen wir dabei die jüdische Arbeit sichern? Auf Grund unserer langen Erfahrungen müssen wir sagen, daß das Kapital schließlich und endlich jüdisch ist und nicht ganz ohne zionistische Einstellung nach Palästina kommt. Die praktische Arbeit wird schon selbst die Form finden, wie die jüdische Arbeit zu sichern ist. Das war auch zu großem Teil bei schon bestehenden Gesellschaften möglich, die nicht unter der Kontrolle der Zionistischen Organisation stehen, z. B. bei der Novomejski-Gesellschaft. Das alles soll ohne Nachteil für die Tätigkeit der nationalen Fonds geschehen. Es muß ein für allemal festgestellt werden, daß Keren Hajessod und Privatinitiative keine Gegensätze sind. Der Keren Hajessod ist geschaffen worden, nicht um den Aufbau des Landes in jeder Beziehung zu finanzieren, sondern nur jene Teile, die nicht durch Privatkapital, Aktiengesellschaften oder Banken zu machen sind. Das stand schon damals fest, als wir noch an ein 25 Millionen- Budget dachten. Heute hat der Keren Hajessod nicht einmal die Möglichkeit, .seine begrenzten Aufgaben zu erfüllen. Der Stillstand der nationalen Fonds kann daher nur durch Organisierung und richtige Ausnützung der Privatinitiative wettgemacht werden. Das heißt nicht, daß wir nicht die Notwendigkeit der Stärkung der nationalen Fonds anerkennen, aber wir müssen auf allen Gebieten des Palästinaaufbaus arbeiten, und dabei wird uns die Privatinitiative große Dienste leisten. Dieser Versuch, wirtschaftliche Unternehmungen von Kontrolle zu befreien, ist nicht der erste seiner Art. Auch bei der Investment Corporation der Jewish Agency dachte man nicht an eine Oberaufsicht, ebensowenig beim Rutenbergwerk und der Gesellschaft zur Ausbeutung des Toten Meeres. Wir alle stehen auf dem Standpunkt der unbedingten jüdischen Arbeit. Was wir aber jetzt schaffen wollen, soll ein Kanal für Geld sein und eine Adresse. Bis jetzt fehlte uns das. Wir wollen auch die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Verbänden und Gesellschaften, vor allem mit der P.J.C.A. Wir wollen in jedem Land die Menschen finden und zusammenschließen, die mit ihrem Namen unsere Unternehmungen im Lande und unsere Obligationen garantieren. Der Weg zur Organisierung des Privatkapitals muß gefunden werden. Die Zukunft wird uns zeigen, welcher Weg und welche Organisationsform richtig war. Dabei soll uns die Zionistische Organisation helfen. Wenn man aber eine Kontrolle festlegt, so begräbt man damit das Werk von vorne herein. Ich bitte Sie, unsere Vorschläge anzunehmen. Sie lauten: In Anbetracht der dringenden Notwendigkeit der Organisierung und Förderung der privaten Initiative und der Kapitalsinvestierung auf allen Wirtschaftsgebieten Palästinas empfiehlt der XVII. Zionistenkongreß die Gründung von Körperschaften in allen Ländern, welche diesem Zwecke dienen, und die Vereinigung dieser Körperschaften in einem Verbände. Der Aufgabenkreis des Verbandes soll umfassen: 1. Investierung von kleinen Kapitalien in sicheren gewinnbringenden i\.nlagen (wie z. B. Pfandbriefen der Hypothekenbank in Palästina); 2. Förderung der Ansiedlung von Personen mit kleinen und mittleren Kapitalien auf Plantagen, in Kleinindustrie und Gewerbe;

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