Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 333)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
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33° i/f. Kongreß-Sitzung: Beriebt der Gesundheitskommission Exekutive und der Jewish Agency über das jüdische Gesundheitswerk von 1929 bis 1931. Ich brauche Ihnen daher nur eine Begründung der Resolutionen unserer Kommission zu geben. Sie hat sich eingehend mit der Arbeit der Hadassah und der Kupath Cholim befaßt, die zusammen die Verantwortlichkeit für das Gesundheitsprogramm des Jischuw tragen. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten und der Abstriche im Budget hat sich das Niveau der Hadassah-Arbeit nicht gesenkt, teils infolge der Ersparungsmaßnahmen in der Verwaltung und in den Unkosten, teils infolge der wachsenden Beteiligung des Jischuw. Auf Grund der Politik der Hadassah, allmählich Teile der medizinischen Institutionen auf die örtlichen Gemeinschaften zu übertragen,, wurde der erste Schritt in dieser Richtung in Tel Aviv gemacht. Nach längeren Verhandlungen übernahm die Munizipalität von 'Tel Aviv das Hadassah-Hospital am 1. April 1931. Gegenwärtig trägt die Hadassah die Summe von 9300- Pfund bei, 50 Prozent des Budgets. Es sind auch Verhandlungen wegen der Übertragung des Spitals in Haifa an die dortige Kehillah im Gange. Der Gesundheitskommission wurde ein Plan für die Reorganisation des Sanität swerhes vorgelegt, der von einem Spezialkomitee aus Vertretern der Jewish Agency, des Waad Leumi und der Hadassah entworfen ist. Er enthält die Bitte an den Kongreß, die Hadassah und die Knesseth Israel zu ersuchen, ihre Verhandlungen bezüglich der Überweisung des Gesundheitswesens auf den Jischuw fortzusetzen. Die Teilnahme der Knesseth Israel am Hadassah-Budget ist dabei Bedingung, und deswegen hat der Waad Leumi es unternommen, sich am Hadassah-Budget bis zum Betrage von 3500 Pfund zu beteiligen. Die Gesundheitskommission lenkt die Aufmerksamkeit des Kongresses darauf, daß die Hadassah, wenn diese Summe nicht einkommt, einen Tätigkeitszweig abzubauen gezwungen sein wird. Der Waad Habriuth hat sorgfältig die Budgets der Hadassah und der Kupath Cholim geprüft, sich mit den Einnahmen der letzten Jahre und den Aussichten füf das nächste Jahr befaßt. Der Waad Habriuth hat ein Minimalbudget von 54.000 Pfund für die Hadassah und 7500 Pfund für die Kupath Cholim empfohlen. Die Hadassah-V er waltung aber hat dieses Budget auf 50.500 Pfund herabgedrückt, und dieses muß voll aufgebracht werden, wenn nicht eines von den Spitälern geschlossen werden soll. Der größere Teil der Einsparungen ist bereits durchgeführt, indem das Schweitzer-Hospital in Tiberias geschlossen, 60 Angestellte entlassen, Gehälter herabgesetzt und Verbilligungen in der Administration herbeigeführt wurden. Mit Ausnahme von Tiberias wurde das Ausmaß des Sanitätswerkes nicht verkleinert, aber man muß zugeben, daß es sich als unmöglich erwies, den Standard früherer Jahre aufrechtzuerhalten. Die Kommission erkennt aber die Tatsache an, daß die Zukunft im Lande ein Anwachsen der medizinischen Tätigkeit bringen muß. Da die Hadassah nur die Verantwortung für 45.000 Pfund übernehmen kann, bittet die Gesundheitskommission die Budgetkommission, die Differenz zu 50.500 Pfund, die zur Erhaltung der gegenwärtigen Einrichtungen notwendig sind, in Betracht zu nehmen. Wenn diese 5500 Pfund nicht bewilligt werden, so muß entweder das Spital in Safed oder das in Haifa sofort gesperrt werden. Die allgemeinen Ausgaben der Kupath Cholim im kommenden Jahr werden 55.500 Pfund betragen. Der Waad Habriuth hat auch dieses Budget sorgfältig geprüft und als Minimalbeteiligung des Keren Hajessod die Summe von 7500