Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 334)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Safed 1× ep/1046078
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Franklin 35 1 Pfund festgesetzt, 13 34 Prozent des Gesamtbudgets. Die örtlichen Einnahmen der Kupath Cholim belaufen sich auf 48.083 Pfund, aus Beitragen der Mitglieder, Arbeitgeber und der privaten und kooperativen Gesellschaften. Die Gesundheitskommission glaubt, daß in Anbetracht der Lage eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge unmöglich ist, die sich gegenwärtig auf 4,14 Pfund pro Jahr und Familie belaufen,^resp. auf 2 Pfund jährlich für eine Einzelperson. Auch die Ausgaben können nicht herabgesetzt werden, ohne die Mitgliederzahl herabzusetzen, da die Kupath Cholim auf freiwilliger Mitgliedschaft beruht. Sie leistet in ihren Kliniken medizinische Hilfe auch an 2500 Arbeitslose, die ihre Beiträge nicht bezahlen, ebenso an Einwanderer und neue Siedler. Der Vertreter der Kupath Cholim stellt fest, daß das Budget auf Grund der örtlichen Einnahmen nur dann belanciert werden könnte, wenn man die Arbeit für diese letztgenannten Gruppen einstellt. Außerdem würde jede Reduktion bei der Hadassah die Ausgaben der Kupath Cholim erhöhen, wie z. B. wenn das Spital in Haifa geschlossen wird. "Während nämlich gegenwärtig von der Kupath Cholim für einen Krankentag an die Hadassah 5 Piaster gezahlt werden, müßte an eine Privatinstitution mindestens der Betrag von 17^ Piastern gezahlt werden. Der Vertreter der Kupath Cholim erklärt: wenn nicht die 7500 Pfund bewilligt werden, welche der Waad Habriuth und die Gesundheitskommission als Minimum betrachten, müßte den oben erwähnten Gruppen die medizinische Hilfe entzogen werden. Trotz der dauernden Bemühungen der Agency, eine entsprechende Beteiligung der Regierung für ihre Sanitätsinstitutionen zu erzielen, deren Arbeit ja eigentlich eine Funktion der Regierung sein sollte, wurden wesentliche Ergebnisse nicht erzielt. Die Jewish Agency hat die Regierung gebeten, die Hospitalisierung von Infektionskrankheiten zu übernehmen, insbesondere typhoide und Dysenterie-Erkrankungen, speziell im Jaffa-Gebiet, das mit Tel Aviv und den Kolonien der Umgebung mehr als ein Drittel der jüdischen Bevölkerung umfaßt. Trotz aller Versprechungen im Zeitraum von zlA Jahren, daß entsprechende Einrichtungen im Hospital von Jaffa getroffen werden sollen, sodaß es von Juden in Anspruch genommen werden könne (ein jüdischer Arzt, jüdische Pflegerinnen und ein Koscherfleischer), wurden doch keine praktischen Schritte in dieser Richtung unternommen. Ebenso ist die Zahl von Juden im Regierungsspital von Haifa nicht angemessen. Hadassah ist mit Hilfe der Tuberkulose-Liga die einzige Stelle zur Bekämpfung der Tuberkulose. Das Hadassah-Spital in Safed ist die einzige Stelle für lungenkranke Patienten. Die Regierung hat bis jetzt keine Unterstützung gewährt. Trotzdem die Kupath Cholim eine eigentlich der Regierung zukommende Verantwortung übernommen hat, erhält sie keine finanzielle Hilfe, obwohl in den meisten Ländern derartige Unterstützung gemeinnütziger Institute durchaus üblich ist. In den letzten Jahren ist die Frage der Behandlung von Geisteskranken eine schwere Sorge geworden. Die Heilanstalt der Regierung in Bethlehem reicht nicht aus, die Regierung hat, außer einem Beitrag für Reparaturen an das Esrath Naschim-Spital in Jerusalem, keine Hilfe geleistet. Obwohl die Regierung die Trachom-Bekämpfung und allgemeine Schulhygiene in den arabischen Schulen erhält, lehnt sie eine entsprechende Unterstützung der Hadassah, die sich um 28.000 jüdische Kinder zu kümmern hat, ab. Die Gesundheitskommission bittet daher den Kongreß dringend, die Agency zu