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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 322

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 322 (sequence 325)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8130-3484279
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i j. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte eine Anzahl von Zertifikaten erreicht haben, aus Gründen unserer eigenen finanziellen Schwäche nicht in der Lage sind, sie auszunützen. Und darum müssen wir immer wieder daran denken, daß der dritte Faktor, nämlich unsere eigene Anstrengung, immer der ausschlaggebende Faktor sein wird. Letzten Endes wird der Umfang der Einwanderung von uns abhängen. Was wir von der Regierung zu verlangen berechtigt sind, ist die Schaffung solcher Bedingungen, unter denen das Maximum einer Einwanderung möglich ist. Das heißt, daß uns Gelegenheit gegeben wird, alle bestehenden Ökonomischen Möglichkeiten oder solche, die geschaffen werden können, voll auszunützen. Das ist das praktische Programm, mit dem man einen greifbaren Sinn verbinden kann. Wir werden nicht vorwärtskommen, indem wir vage, wenn auch imposante Formulierungen verkünden. Durch alle diese schwierigen Jahre hindurch, während derer die politische Situation uns unaufhörlich in Spannung gehalten hat, sind wir von finanziellen Schwierigkeiten gehetzt worden, deren Bedrohlichkeit, wie ich fürchte, von gewissen Teilen des Kongresses noch nicht völlig erfaßt worden ist. Dies gilt für die ganze Periode von zehn Jahren, während welcher ich gezwungen war, einen großen Teil meiner Zeit und persönlichen Kraft für die Beschaffung der finanziellen Mittel aufzuwenden. Ich kann mich nicht rühmen, daß ich in dieser Zeit, besonders während meiner Reisen nach Amerika, die auch keine leichte Sache waren, die Unterstützung aller zionistischen Freunde hatte, die hier als Kritiker der politischen Arbeit auftreten. Besonders zugespitzt hat sich die finanzielle Lage in den letzten zwei Jahren, teilweise wegen der allgemeinen Weltlage, aber teilweise auch aus Gründen, die in der Zionistischen Organisation Amerikas liegen. In gewissen Kreisen scheint man fast zu denken, daß es von keiner besonderen Bedeutung ist, ob der Keren Hajessod erhalten bleibt oder nicht, und daß es beinahe gleichgültig ist, ob die Jewish Agency weiter mit den nötigen Mitteln ausgestattet wird. In meiner Eröffnungsrede habe ich bereits die Gründe dargelegt, warum, welchen Nachdruck man auch immer auf die Ermutigung der Privatinitiative legen mag, dennoch die Arbeit nicht erfolgreich weitergeführt werden kann ohne die Unterstützung der öffentlichen Fonds, und daß der Keren Hajessod ein integrierender und notwendiger Teil der Grundlagen bleiben muß, auf denen allein ein gesundes Gebäude errichtet werden kann. Auf manchen Seiten aber fanden wir auch in dieser Beziehung Verständnis. In erster Linie muß ich wenigstens mit einem Wort, so unzulänglich es auch sein mag, der großzügigen Generosität des Baron Rothschild gedenken, der uns in einer Stunde größter Not beisprang. Geehrter Kongreß! In einem Moment wie dem jetzigen, wo unsere Bewegung am Scheidewege steht, ist es die Pflicht der Führer, auf die Gefahr hin, von den Oberflächlichen des Kleinmutes geziehen zu werden, die gegebenen Realitäten klar ins Auge zu fassen und ein Programm aufzubauen, das in der Welt dieser Realitäten durchführbar ist und das uns wirklich dem Ziel näher bringt. Ich habe leider in den Reden der Opposition keine Andeutung darüber bemerkt, wie sie die bestehende Diskrepanz zwischen dem Möglichen und dem Erwünschten überbrükken will. Ich sehe nicht die Methode, die irgendeine Aussicht auf Erfolg bietet. Die Gefahr, die ich sehe, ist die, daß man Formeln nachjagend den Sinn für Proportion verliert. Wir gleichen einem Kapitän, der sein Schiff nicht aufs Spiel setzen will und darum Ebbe und Flut aufmerksam beobachten muß, um bei Ebbe still zu liegen

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