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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 321

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 321 (sequence 324)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8129-3484278
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Weizmann muß ich doch hinzufügen, daß gerade er ein hervorragendes Beispiel dafür ist, wie durch die Handlungen der britischen Regierung Sympathie und Freundschaft vergeudet worden ist. Noch ein Wort im Zusammenhang mit Dr. Wise's Rede. Er nahm in ihr Bezug auf den Bericht der Mandats-Kommission, der vor einem Jahr erschien, als das einzige gute Dokument der letzten zwei Jahre. Er unterließ es jedoch, darauf hinzuweisen, daß die Mandats-Kommission die Darlegung des jüdischen Standpunktes vor sich hatte, die die Exekutive ihr in einem Memorandum unterbreitet hatte — ein Statement, das nicht ohne Wirkung blieb, wie allen denen klar sein wird, die die Verhandlungen der Kommission studiert haben. Und lassen Sie mich zu diesem Punkt noch ein Wort hinzufügen, das für die ganze Diskussion wichtig ist: wenn vor der Mandats-Kommission unsere Antwort auf den Shaw-Bericht Erfolg hatte, so war es deshalb, weil es nicht eine rein rhetorische Antwort war, sondern ein nüchterner Uberblick über Tatsachen, gestützt durch unbestreitbare Beweise. Wir hatten Erfolg — soweit es ein Erfolg war — weil unsere Sache eine gute ist und weil sie auf die richtige Weise vorgebracht wurde. Wenn man mit einem anderen Partner kooperiert, muß es nach dem Prinzip des „do ut des" geschehen. Unser wesentlichstes Aktivum ist die aufgeklärte britische öffentliche Meinung und die öffentliche Meinung der Welt ebenso wie das Verständnis für unsere Sache in den Kreisen des Völkerbundes. Unser Hauptziel muß die Gewinnung, Erhaltung und Entwicklung von Freundschaft und Sympathien für unsere Sache sein, und wir sollen nichts tun, was diese gefährdet. Manchmal möchte man seinen Gefühlen Luft machen, aber man darf nicht nur an den Augenblick, sondern man muß auch an den nächsten Tag denken. Wir haben versucht, nur dann zu protestieren, wenn die Aussicht bestand, daß der Protest wirksam sein wird. Meine Anschauung über die Parole einer jüdischen Mehrheit habe ich bereits gestern dargelegt. Die große jüdische Einwanderung, die wir brauchen, kommt nicht durch ein Zauberwort. Wir wollen uns nicht selbst betrügen. Die Größe der Einwanderung hängt von drei Faktoren ab: von den politischen Bedingungen überhaupt, von der Praxis der Einwanderungsbehörden und schließlich vor allem von unseren eigenen Anstrengungen. Für diese drei Dinge hat die Exekutive Verständnis und hat in fortwährendem täglichem Kampf versucht, diese Uberzeugung auch im Leben zu verwirklichen. Was zunächst die politischen Bedingungen betrifft, so ist es klar, daß die politischen Verhältnisse und das Vertrauen in ihre Stabilität von größter Bedeutung sind für die Anziehungskraft, die Palästina auf Einwanderer, insbesondere solche mit Kapital, ausübt. Eine politische Frage ist es auch, daß die Regierung durch geeignete Maßnahmen die Aufnahmefähigkeit des Landes für Einwanderer vergrößert sowohl durch entsprechende konstruktive Ausweitung der wirtschaftlichen Möglichkeiten, als auch durch Beschäftigung von Juden bei öffentlichen Arbeiten usw. Wir haben uns fortgesetzt bemüht, der Regierung dies klarzumachen, und wir haben — insbesondere auch unsere Palästina-Exekutive — einen ständigen Kampf geführt mit den Immigrationsbehörden, um die Erteilung von Einwanderungs-Bewilligungen, sowohl für Chaluzim als auch für Einwanderer mit eigenen Mitteln, zu erleichtern. Wir hatten in diesem Punkte oft Anlaß zu ernsten Beschwerden. Aber unsere Stellung in diesem Kampfe wird nicht erleichtert, wenn wir in einem bestimmten Moment, nachdem wir in schweren Kämpfen

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