Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 320)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann 3*7 schiedenen Stadien des Kampfes zu beobachten, und sie werden uns nicht beschuldigen, daß wir nicht mit Stetigkeit und Würde unser Recht verteidigt haben. Es ist nicht möglich, dem Plenum des Kongresses dieses Material mitzuteilen, und es ist bedauerlich, daß die politische Debatte hier ohne volle Dokumentation geführt werden mußte. Der Kongreß sollte verstehen, daß es im Interesse der Bewegung notwendig ist, daß diejenigen, die aktiv in der politischen Arbeit stehen und die die Interessen des Zionismus nach außen zu vertreten haben, sich ein gewisses Maß von Zurückhaltung bei der öffentlichen Behandlung dieser Fragen auferlegen müssen. So muß die Exekutive es auf sich nehmen, sich oft der Untätigkeit anklagen zu lassen, nur weil sie im Interesse der Bewegung die Einzelheiten nicht enthüllen kann, die ein anderes Licht auf die Dinge werfen würden. Immerhin hätte man das Recht, vorauszusetzen, daß manche dieser schweren Kämpfe durch die Mitglieder des A.C. der weiteren zionistischen Öffentlichkeit bekannt geworden wären- Ich will auf die einzelnen Stadien dieser Kämpfe während der Ereignisse, die mit meinem Besuch beim Premierminister und anderen Mitgliedern der Regierung in Genf im September 1929 begonnen haben, sich mit den Vorbereitungen zum Shaw-Bericht, mit den Diskussionen nach dem Shaw-Bericht, mit allen Vorbereitungen zum Hope Simpson-Bericht, mit dem Kampf gegen die Einwanderungssperre fortsetzen und im Kampf gegen das Weißbuch von 1930 ihren Höhepunkt erreichen, nicht eingehen. Es ist uns gelungen, in diesem Kampf die aktive Unterstützung wertvoller Kräfte der englischen öffentlichen Meinung und von maßgebenden Persönlichkeiten aus allen Parteirichtungen zu finden, und das hat wesentlich dazu beigetragen, die Regierung zu veranlassen, unsere Sache mit entsprechender Aufmerksamkeit zu behandeln. Wenn ein Redner hier uns den Rat gegeben hat, an diese englischen Kräfte zu appellieren, im Gegensatz zur Regierung, so möchte ich hier doch sagen, daß gerade diese Kräfte es waren, die wir im entscheidenden Moment unter großen Mühen herangeholt haben, und daß es viel schwerer war, die Hilfe dieser Kräfte in systematischer Weise für uns auszunutzen, als jetzt nachträglich ihre Namen uns von der Kongreßtribüne zu empfehlen. Wir haben uns bei dem Kampf um unser Recht in erster Linie auf die Entrüstung gestützt, die ganz spontan in der jüdischen Welt entstanden ist, und die Exekutive hat es als ihre höchste Aufgabe betrachtet, der Regierung gegenüber als Sprachrohr dieser Gefühle unseres Volkes zu dienen. Ich will nun noch mit einigen Worten auf das letzte Stadium unserer Verhandlungen mit der Regierung, den MacDonald-Brief eingehen, der in der Debatte eine so große Rolle gespielt hat. Nach einer langen Debatte hat uns das Aktionskomitee beauftragt, in die Verhandlungen mit der Regierung einzutreten. Die Herren wußten genau, daß das Weißbuch nicht formell zurückgezogen werden könnte. Das Aktionskomitee gab der Exekutive eine Politische Kommission bei, und die Exekutive selbst war während der Verhandlungen zahlenmäßig ziemlich stark, sodaß effektiv alle Parteien mit Ausnahme der Revisionisten täglich und stündlich mit den Ereignissen in Kontakt sein konnten. Nahum Goldmann hatte den Mut, seine eigene Mitveranwortung an den Verhandlungen anzuerkennen. Was unsere amerikanische Organisation anbetrifft, so wurde sie zur Entsendung eines Vertreters in derselben Stunde aufgefordert, in der ich vom Premierminister MacDonald zu dieser Konferenz eingeladen wurde. So lange Judge Mack sich in London aufhielt, hat er mit uns in engem Kontakt zusammengear-