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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 313

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 313 (sequence 316)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Lipsky 3*3 Realität gebannt, in welcher jedes Wort und jede Nuance abgewogen und geprüft war. Sie hieß das Basler Programm. Aber das gefesselte Ideal wurde nicht und konnte nicht identisch werden mit jener großen, bedeutungsvollen, umfassenden Anschauung jüdischen Lebens und Schicksals, die über uns schwebte, und die jüdische Welt der Gedanken und Sehnsüchte blieb von ihrer weltlichen Abspiegelung nahezu unberührt. Diese höhere Sphäre ist bis heute eine Zuflucht aus Kummer und Enttäuschung, sie tröstet und stärkt den Betrübten und Unzufriedenen, wenn auch kein vollständiger Einklang hergestellt werden kann zwischen dem, was sein sollte, dem Ideal, und dem, was ist, der Wirklichkeit. Der Kampf, den wir führen, muß nach den Regeln des Spiels gekämpft werden. Er muß den Weg zum Erfolg bahnen im Sinne der Wirklichkeit, und unsere Taktik muß bestimmt sein durch das Verhältnis unserer Kräfte zu denen, gegen die oder im Bündnis mit denen wir zu arbeiten haben. Da wirkt Glück und Unglück ein, der Stand unseres Kriegsschatzes, die physische Kraft, die Fähigkeit zur Ausdauer und auch die täglichen Wechselfälle der Galuth tragen unvermeidlich zu den Schwierigkeiten des Kampfes bei. Nun ist es klar, daß so gut wie alle Redner der Debatte in verschiedenen Graden des Nachdrucks ein Urteil über die Wirklichkeiten der politischen Situation abgegeben haben. Aller Phrasen entkleidet, ohne die Schönheit des Wortes und den Vollklang der Beredsamkeit, wenn wir die Worte auf die Wage wirklicher Werte legen und nichts Irreales mitspielen lassen, führen alle Folgerungen der Debatte zu dem gleichen Schluß. Die Mandatsregierung hat ihre Verwaltung in einer Hochflut jüdischer Freundschaft begonnen, hat aber in den letzten zwölf Jahren ihren Weg so gewählt, daß eine fast allgemeine Welle der Mißbilligung und ein entschiedener Zweifel an ihrer Freundschaft geschaffen wurde. Es trat eine allmähliche Interessenverschiebung ein. Gerechte Forderungen wurden mit stahlharter Mißachtung dessen abgewiesen, was in den Bedingungen klar verkörpert war. Es ist unmöglich, die Handlungen der Administration in eine Linie zu bringen. Was immer darüber auf diesem Kongreß gesagt wurde, welche Resolution immer angenommen wird, das Schwinden des Vertrauens in die Mandatsregierung ist eine Tatsache der öffentlichen Meinung der Weltjudenheit. Beweis dafür sind die Schwierigkeiten, die sich lieute in den Geldsammlungen zeigen, die Erschwerungen in der Arbeit der zionistischen Propagandisten, denen es fast unmöglich ist, die fatale Situation zu erklären. Die Haltung der Regierung seit den Augustunruhen war geeignet, dem allgemeinen Eindruck in dieser Beziehung Dauer zu verleihen. Dieser Überfall auf unser Werk in Palästina brachte das Weißbuch von 1930 hervor. Der Verbesserungsversuch des MacDonald-Briefes war bestenfalls eine vorsichtige Bemühung, innerhalb der strengen Regeln der Präzedenz, den Text des vorangehenden Dokumentes wegzuradieren. Was aber nicht wegradiert werden konnte, war die Erinnerung an dieses Dokument, und'der Brief konnte auch nicht eine unmittelbare Verbesserung der zur Klage stehenden Bedingungen bringen- Der Führer der Zionistischen Organisation, der Präsident der Jewish Agency, war von Anfang an in einer wenig beneidenswerten Position. Im Bemühen, die Kontinuität der Arbeit in Palästina aufrechtzuerhalten (wir sind ja abhängig von den freiwilligen Beiträgen der Juden, die natürlich von Aufregung und Unruhe

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