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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 309

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 309 (sequence 312)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8117-3484266
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Harzfeld, L. Barth dieren und hier auf dem Kongreß auftreten, die nicht für den Keren Hajessod zahlen? Diese Demoralisation in der Bewegung hat es dahin gebracht, daß wir heute vor dem Zusammenbruch so mancher unserer Positionen stehen- Wir sind zum Kongreß gekommen, um diesem künstlich geschaffenen Zustand ein Ende zu machen. Wenn sich in Polen die Einnahmen trotz der katastrophalen Not verdoppelt haben, wie kam es, daß in Amerika, das so lange den Kongreß beherrscht hat, die Einnahmen um 60 bis 70 Prozent zurückgegangen sind? Oder daß Kanada in den letzten zwei Jahren nichts für den Keren Hajessod gezahlt hat? Wir selbst sind an diesem demoralisierten Zustand schuld. Denn wir geben Menschen, •die die Arbeit untergraben, die Möglichkeit, an der Spitze zu stehen. Will der Kongreß von der Kommission verlangen, daß sie einen Arbeitsplan vorlege, wie die Alijah zu vergrößern und die Besiedlung der uns zur Verfügung stehenden Böden zu ermöglichen ist? Wie will er die Frage der Konsolidierung der seit zehn Jahren bestehenden Siedlungen beantworten? Was tun, um den Tausenden von Arbeitern in den Kolonien Häuser zu bauen statt der Baracken und Zelte, damit sie nicht vorzeitig invalid werden? Wird der Kongreß ein Budget annehmen, das die Durchführung dieser Pläne ermöglicht? Der Kongreß hat von jedem einzelnen zu verlangen, zum Dienst bereit zu sein und wie ein Soldat die Schwarzarbeit zu tun, die ihm auferlegt wird. Amerika muß gesagt werden, daß diese Sabotage der Arbeit für die Fonds nicht geduldet werden kann. Es hat immer noch viel größere Möglichkeiten als die Länder Osteuropas. Sofort nach Beendigung des Kongresses muß eine große Delegation nach allen Ländern und insbesondere nach denen, wo die Arbeit und die Bewegung besonders schwach sind, gehen. Wir müssen unsere Arbeit planmäßig und systematisch durchführen. Wir, die wir aus Erez Israel gekommen sind, betrachten die Lage, die jetzt in der zionistischen Bewegung entstanden ist, als ein großes Unglück. Dieses Unglück dauert schon seit einigen Jahren an. Es soll auf diesem Kongreß zu Ende kommen, und jeder muß sich darüber klar werden, wohin er geht. Wer arbeiten will, gehe mit uns. Und auch diejenigen, die eine Änderung in die Bewegung und die Politik hineinbringen wollen, müssen vor allem die Arbeit wieder aufnehmen, die sie in den letzten Jahren vernachlässigt haben (Beifall). LAZARUS BARTH (Misr., Deutschland — spricht deutsch): Wenn ich nach vier Tagen Generaldebatte noch das Wort nehme, so geschieht es nur, weil ich in der praktischen Arbeit in London gestanden habe. Schon gestern kam auch als Vertreter der Politischen Kommission Nahum Goldmann in der gleichen Eigenschaft zum Wort. Der Misrachi war es, der sich seinerzeit dafür eingesetzt hat, daß die Männer der Opposition zu der praktischen Arbeit in London hinzugezogen wurden, damit sie Seite an Seite mit der Exekutive arbeiten und deren Arbeit mitkontrollieren könnten. Sie haben nun aus Goldmanns Rede gehört, was er darüber zu sagen hatte, und es ist wahrscheinlich manchem von Ihnen klar geworden, wie sehr es unserer gemeinsamen Arbeit nützte, daß solche alten Zionisten wie Motzkin und Grünbaum hinzugezogen wurden. Die Kritik fällt dann anders aus, als seitens mancher Herren, die die Arbeit nicht kennen und sich nur um Formulierungen herumgeschlagen haben. Nicht nur im Emek, sondern auch in der politischen Arbeit müssen wir vergiftete Sümpfe zum Verschwinden bringen, Wege bauen und neue Wege suchen, die uns weiterbringen.

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