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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 308

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 308 (sequence 311)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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308 12. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Ich will auf einige Punkte unserer Arbeit in Erez Israel eingehen. Herr Ussischkin hat schon die Frage der Arbeit in den alten Kolonien erwähnt. Es befinden sich jetzt in den alten Kolonien mehr als 8000 Arbeiter. Die Einwanderer* die in den letzten Jahren ins Land gekommen sind und sich in den Kolonien niedergelassen haben, hatten bisher noch nicht die Möglichkeit, sich dort eine Existenz zu schaffen. Sie müssen leider noch immer in den jüdischen Kolonien den: Kampf »um die Rechte der jüdischen Arbeit führen- Der Kongreß muß betonen, daß eine solche Stellungsnahme gegenüber den jüdischen Arbeitern ein Verbrechen bedeutet. Eure Söhne und Töchter, die in den letzten Jahren ins Land eingewandert sind, müssen in den Kolonien von zwei bis drei Piastern täglich leben,, da sie viele Tage ohne Arbeit sind. Nun komme ich zu der Frage der Jemeniten. Eigentlich müßte man sich urrt die Jemeniten besonders kümmern. Ihre Lage in Jemen ist schrecklich, und man müßte alles unternehmen, um sie nach Erez Israel zu bringen, und wenn sie dorthin kommen, muß man sich auch weiter um sie kümmern. In den Kolonien gehen sie arbeitslos herum, trotzdem sie viel geringere materielle Ansprüche als die Aschkenasim stellen. Auf jedem Kongreß beschließt man, die bestehenden Siedlungen zu konsolidieren, der Beschluß wird aber nie durchgeführt. Wir beginnen jetzt, Verträge zu schließen- Dadurch legen wir uns gegenseitige Verpflichtungen auf. Ich bin aber nach unseren bisherigen Erfahrungen und angesichts des für das nächste Jahr vorgeschlagenen Budgets sehr im Zweifel, ob die eine Partei, nämlich die Zionistische Organisation, die von ihr übernommenen Verpflichtungen erfüllen wird. Es wurde ein Beschluß angenommen, einen großen Teil der freien zur Ansiedlung bereiten Böden dem Mittelstand zur Verfügung zu stellen. Sie sind im Irrtum, wenn Sie glauben, die Arbeiterschaft sei gegen den Mittelstand. Wir betrachten diesen Mittelstand als unseren Genossen, der morgen gemeinsam mit uns für nationale Selbstarbeit auf nationalem Boden kämpfen wird (Beifall). Auch die Alijah und Hachscharah wurde in den letzten Jahren sehr eingeschränkt. Sie wissen nicht, welch schwere Last dadurch im Galuth auf uns fällt und wie das auf den Chaluz wirkt. Jeder neue Mensch, den wir nach Erez Israel bringen, ist für uns ein großer Gewinn. Und wenn wir nicht dafür sorgen, daß der Chaluz die Möglichkeit bekommt, sich auszubilden und nach Palästina auszuwandern, so ist das wieder eine der großen Sünden unserer Bewegung. Die Revisionisten verlangen die Mehrheit zu beiden Seiten des Jordan. Was aber haben Sie dafür getan? Wissen Sie, daß wir in diesem Jahre die Möglichkeit hatten, hundert Familien in Transjordanien anzusiedeln, und kein Geld dazu hatten? Wer von all denen, die zum Kongreß kamen, hat einen Arbeitsplan mitgebracht? (Zwischenruf GROSSMANN: Wir!) Über Ihr Programm hat man Sie schon befragt, intern und im Plenum des Kongresses. Und Sie haben nicht geantwortet, weil Sie keines haben (Beifall). Jetzt einige Worte an die Allgemeinen Zionisten: Haben Sie sich ernst mit der Frage befaßt, wie die Arbeit weiterzuführen ist, haben Sie sich gesagt, daß unser politischer Zustand zum großen Teil eine Folge des Umstandes ist, daß wir in den letzten zwei Jahren so wenig reale Fortschritte gemacht haben? Es gibt objektive Möglichkeiten, die Einnahmen der Fonds und die Alijah zu vergrößern. Aber die Revisionisten haben alles getan, um die Arbeit unserer Fonds und unserer Organisation zunichte zu machen. Wie konnten bei uns Menschen kandi-

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