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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 305

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 305 (sequence 308)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8113-3484262
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Arlosoroff, Weizmann, Grünbaum, Grossmann 3°S tionalheims in unseren Tagen zu schaffen und zu verankern, und ich glaube, daß dieses Nationalheim so stark und lebensfähig sein wird, wie wir es machen werden. Ich habe gesagt, daß numerische Majorität allein noch keine ausreichende Garantie für die Sicherheit unseres Nationalheims ist, weil nach meiner Überzeugung diese Sicherheit in erster Linie durch ausreichende politische Garantien und durch ein freundliches Verhältnis zu der uns in Palästina umgebenden nichtjüdischen Welt geschaffen wird. Die Beziehungen unseres ständig wachsenden, sich dynamisch entwickelnden Nationalheims zu den palästinensischen Arabern sollen nach dem Grundsatz voller Parität beider Völker ohne Rücksicht auf ihre numerische Stärke geregelt werden. Ich habe wiederholt erklärt, daß wir in Palästina nicht Beherrschte sein wollen, aber auch nicht über ein anderes Volk herrschen wollen. Unser Wunsch ist es, durch Ausschaltung des Momentes der Furcht und durch Vermeidung jeder Sache, die — wenn auch auf Grund von Mißdeutungen — zu solcher Furcht Anlaß geben könnte, jene Atmosphäre der Ruhe und des Vertrauens in Palästina zu schaffen, die nach meiner Meinung die beste Basis für unsere Aufbauarbeit und für das ständige Wachstum des jüdischen Nationalheims ist (Lebhafter Beifall). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Nach unserer Geschäftsordnung steht es dem Kongreß frei, zu bestimmen, ob er eine Besprechung dieser Beantwortung der Interpellation wünscht oder nicht. Dr. CHAIM ARLOSOROFF (Arb., Erez Israel): Wir stehen auf dem Standpunkt, daß der Gegenstand, der in einer solchen Diskussion über die Interpellation behandelt werden würde, ohnehin den Gegenstand sehr ernsthafter Auseinandersetzung in der Politischen Kommission gebildet hätte und bilden wird. Wir halten es für falsch, eine Diskussion im Plenum darüber zu entfesseln, und beantragen daher, diese Diskussion in die Politische Kommission zu verweisen. JIZCHAK GRÜNBAUM (Rad., A. C): Der Vorschlag Arlosoroff könnte den Eindruck machen, daß wir die Antwort des Präsidenten für befriedigend halten. Dies ist jedoch nach meiner Meinung nicht der Fall. Der Kongreß hätte zu sagen, ob er die Antwort für befriedigend hält oder nicht. Daher beantrage ich Eröffnung der Debatte über die Erklärung Dr. Weizmanns. Bei der darauf folgenden Abstimmung, die unter großer Unruhe des Hauses vor sich geht, wird die sofortige Eröffnung der Debatte über die Erklärung des Präsidenten Weizmann mit ioy gegen 97 Stimmen abgelehnt. Dieses Abstimmungsergebnis löst starken Beifall links und Pfuirufe der Rechten des Kongresses aus. MEIR GROSSMANN (Rev., Rumänien): Die Vorkommnisse des heutigen Abends im Kongresse und die der ganzen letzten Woche zwingen die revisionistische Fraktion, die geschaffene Lage klarzustellen. Wir sind zum Kongreß gekommen, um in erster Linie das Endziel des Zionismus festzustellen, in der entscheidenden Instanz festzustellen, ob wir überhaupt noch in einem zionistischen Kongreß sind. Daher wollen wir die Arbeit nicht fortsetzen, solange eine Atmosphäre herrscht, die jede Tätigkeit demoralisiert (Lebhafte Entrüstungsrufe von links, Bravorufe bei den Revisionisten). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Herr Grossmann, Sie können Ihren Vorschlag nicht in einer Form vorbringen, die für den Kongreß beleidigend ist. Ich bitte

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