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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 302

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 302 (sequence 305)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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\ 302 12. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte daß sie sonst geneigt sind, die Erziehungsarbeit zu beschränken und andere Arbeiten hervorzuheben, die sie für wichtiger halten. Man hat hier von allen Seiten über einen Judenstaat, jüdische Mehrheit usw. gesprochen. Diejenigen, die diese Parolen aufstellen, sollen doch vor allem ein geistiges Zentrum haben. Man kann einen jüdischen Typus nicht durch Förderung des Marxismus schaffen. Wenn wir uns alle mit Sympathie zu den Arbeitern verhalten, so ist es wegen ihrer Hingabe für die Aufbauarbeit im Lande, aber nicht wegen ihrer marxistischen Ideen. "Wir wollen, daß bei Eurer Jugend ein anderes Verhalten zur Religion und zur jüdischen Moral besteht. Sagt nicht, daß es eine Privatsache ist. Wenn wir schon heute nicht an einem Tisch mit Euch zusammen essen können, unsere Feiertage nicht die Eurigen sind, wer weiß dann, wozu noch die arbeitende Jugend in ihren Kwuzoth kommen wird. Wir haben von den Revisionisten keine klare Äußerung darüber gehört, wie sie sich zum Erziehungswerk beziehen und ob sie wirklich an seine Übergabe an die Regierung denken. Ich habe nichts gegen den Brith Trumpeldor, solange er eine Jugend erzieht, treu dem Zionismus und Erez Israel und bereit, Opfer zu bringen. Er könnte aber den militärischen Ton fallen lassen. Für die Erziehung der Jugend brauchen wir eine homogene religiöse Umgebung. Ein geistiges Zentrum kann sich nur in einem starken politischen Zentrum mit jüdischer Mehrheit entwickeln. Eine kleine jüdische Siedlung wird nie ein geistiges Zentrum sein. Wir müssen uns zu einer starken Front vereinigen, wenigstens hier auf dem Kongreß, und dann geeint nach Erez Israel kommen und dort ein starkes jüdisches Gemeinwesen schaffen. Dann dürfen wir auf ein geistiges Zentrum hoffen (Beifall). Dr. EMIL SCHMORAK {Aüg.y Ostgalizien — spricht deutsch): Ich möchte vom Standpunkt der Allgemeinen Zionisten eine Erklärung zur Frage der Politik und der Wirtschaftspolitik abgeben. Vor dem Kongreß hat Dr. Weizmann behauptet, daß die Allgemeinen Zionisten ins Schlepptau der Revisionisten geraten sind, und in seinem heutigen Interview, offenbar mit Bezug auf uns, daß es manche Zionisten gibt, die nicht den Mut ihrer Überzeugung hätten. Diese Bemerkung verlangt eine Aufklärung. Was uns von den Revisionisten unterscheidet, ist die Überzeugung, daß wir durch die Aufstellung radikaler politischer Forderungen unsere Situation nicht verbessern können, daß wir das Volk durch die Erzeugung der Illusion, man könne mit Politik allein ein Land aufbauen, irreführen würden. Diese Politik werden wir nicht mitmachen. Außenpolitisch gesprochen, ist es heute nicht zweckmäßig, Endziele zu formulieren. Aber wir wenden uns gegen die Methode Prof. Weizmanns, unsere Ziele innerpolitisch in einem minimalistischen Sinn auszulegen und festzulegen. Wir sind dagegen, daß mit unserer Zustimmung England die Deklaration immer mehr auslegt und immer wieder einschränkend auslegt. Und wenn Weizmann einmal gesagt hat, daß er nur einmal ein Weißbuch unterschrieben habe, fürderhin aber nur ein Blauweißbuch unterschreiben werde, so glaube ich doch, daß neue Weißbücher mittelbar akzeptiert werden, wenn wir die von Weizmann vorgeschlagene Formel der Annahme des MacDonald-Briefes ohne weiteres gutheißen. Wir müssen der englischen Öffentlichkeit mitteilen, daß wir mit diesem Zustand unzufrieden sind und daß diese Politik ohne unsere Zustimmung gemacht wird. Aber von hier bis zu den erwähnten Methoden der Revisionisten und bis zu der Auffassung, daß wir durch das „Kolonisationsregime" die größte Last des Aufbaus loswerden

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