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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 295

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 295 (sequence 298)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8103-3484252
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Levite, Mibaschan, Pacifici 295 und sehen gar keinen Unterschied zwischen Weizmann und Jabotinsky. In der letzten Zeit hat sich ein Konkurrenzkampf zwischen Keren Kajemeth und Keren Hajessod herausgebildet. Der Keren Kajemeth konzentriert alle Kräfte um sich, wahrend der Keren Hajessod zurückblieb. Aufgabe dieses Kongresses muß es sein, Mittel zu finden, diesen Konkurrenzkampf zu beseitigen, der morgen nicht nur dem einen, sondern beiden Fonds schaden kann. Die Bestimmungen wonach ein Jude, der als Tourist nach Palästina fahren will, sich vorher verpflichten muß, nicht länger als drei Monate dort zu bleiben, müssen beseitigt werden. Wir dürfen uns nicht wie Verbrecher kontrollieren lassen- Man will angeblich infolge der schweren Finanzlage eine Anzahl von Siedlungen mit ca. 800 Kolonisten auflassen, darunter auch zwei rumänische. Ich erkläre Ihnen, daß, sollte dies geschehen, die Gelder des rumänischen Keren Hajessod nicht nach Jerusalem, sondern für die Erhaltung dieser Siedlungen gehen werden. Ich bitte Sie, das nicht zuzulassen, wie schwer auch immer die Lage sei. fachen Sie diesen Kongreß nicht zu einer endlosen Debatte über die Zielsetzung, sondern zu einem Kongreß der Einigung und Stärkung des zionistischen Lagers (Lebhafter Beifall). Dr. ALFONSO PACIFICI (Allg., A. C. — spricht deutsch): Nicht im Namen Italiens, nicht im Namen einer kleinen oder großen Landsmannschaft, nicht auch im Namen einer Partei oder Fraktion habe ich das Wort hier verlangt, vielleicht kann ich sagen, auch nicht als Zionist, nicht als Jude, sondern einfach und elementar als Mensch. Als Mensch habe ich den Mut, in diesem Kongreß, von dieser so mechanisierten Tribüne, die nur die anonyme Kraft der Zahl kennt und wertet, von dem Unzählbaren zu sprechen, von Gott, dem Ewigen, dem Einen, dem Könige. Er ist hier der wahre Abwesende, der große Vergessene. Für alles hat man hier ein Gedächtnis gehabt, für alle Kräfte oder sogenannte Kräfte eine Abschätzung und für die Kraft der Kräfte, für den Mächtigen keine realistische Konsolidation mehr gefunden. Das ist religiös, synagogalisch, rabbinisch geworden. Daß Gott in Israel, in der alltäglichen Geschichte Israels die realistischeste aller Realitäten ist, dafür hat man keinen Sinn mehr. Und doch hat die Welt das von uns erwartet. Millionen von Gläubigen haben das von uns erwartet. Ich sage Ihnen, daß in diesem Geiste auch die Balfour- Deklaration uns gegeben wurde, in dieser Erwartung, die die tiefe religiöse Erwartung war, unter andern, der Balfour und Cecil und Lloyd George, aller dieser Leute, die zusammen mit Millionen von Evangelischen, die Rettung Israels als eine dogmatische Voraussetzung der definitiven Rettung der ganzen Menschheit erwarten. Es scheint mir, daß es eine große politische Blindheit oder eine schreckliche geistige Armut von unserer Seite war, dieser brennenden Erwartung nicht entgegenkommen zu können. Wir haben diese Erwartungen enttäuscht, weil wir nicht gewußt haben, Israel, das Volk des Ewigen, das Volk des Einen inmitten der Zerspaltung des modernen Lebens zu sein. Im Gegenteil haben wir uns selbst verfälscht als ein kleines demokratisches Völkchen, wie es so viele gibt, ein Volk, ein Völkchen wie alle andern mit den gleichen Notwendigkeiten und mit den gleichen Aspirationen wie alle andern. Und daher sind wir mit anderen Völkchen „wie uns" gemessen worden, und daher wurden wir besiegt und geschlagen, weil wir den einzigen möglichen wahren Titel für unsere Rückkehr nach Zion

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