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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 292

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 292 (sequence 295)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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292 //. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte weiht wird, so ist das eine öffentliche Sache. Und wir müssen fordern, daß sc* etwas nicht möglich sei. Ganz besonders wird der Kampf gegen das religiöse Judentum vom Haschomer Hazair betrieben. Die ganze Bildung, die von den Arbeitern beeinflußt wird, sehen wir als Gefahr nicht nur für das religiöse Judentum an, sondern auch für alle, die eine friedliche und wirkliche Aufbauarbeit betreiben wollen. Es kann auch nicht zugelassen werden, daß auf dem Boden des Keren Kajemeth, dem Boden des jüdischen Volkes, am Sabbath gearbeitet wird. Es kann nicht zugelassen werden, daß, wie es vielfach geschah, die jüdische Tradition in unwürdiger Weise verletzt wird (Beifall). Da wir auf dem Standpunkt stehen, daß Erez Israel nicht nur für den jüdischen Körper, sondern auch für den jüdischen Geist und die jüdische Seele gebaut werden muß, so müssen wir hier erklären, daß wir nicht übereinstimmen mit dem Revisionismus in seiner heutigen Gestalt. Denn er schöpft den Sinn des Zionismus nicht aus den Quellen, aus denen der religiöse Jude ihn schöpft. Wir haben auch kein Vertrauen zu den Revisionisten, wenn sie vom Judenstaat sprechen. Denn wir haben den Eindruck, daß bei den Revisionisten der Aufbau Erez Israels von gewissen Bedingungen abhängig ist- Wenn England mit dem oder jenem nicht einverstanden ist, dann, so sagen die Revisionisten, könne man für den Keren Hajessod nicht arbeiten (Zwischenruf: Das ist: nicht richtig!). Für uns religiösen Juden wird Erez Israel nicht unter Bedingungen gebaut. Wir sind seit den Zeiten des Ramban und des Rabbi Juda Chassicf bis in die letzten Tage ins Land gegangen ohne Rücksicht auf Bedingungen, weil Erez Israel mit der Existenz des jüdischen Volkes verbunden ist. Keine Beschlüsse, keine Sperre wird uns davon abhalten, denn Erez Israel steht für uns außerhalb aller Bedingungen. Für uns wird Erez Israel mit Schweiß und Arbeit und Menschenliebe gebaut werden (Beifall), für uns ist die Hauptsache das moralische Bewußtsein, daß wir in Erez Israel etwas schaffen werden. Dieses Bewußtsein wird uns auf den richtigen Weg führen, von dem wir uns weder nach rechts noch nach links abbringen lassen. So, wie die Bewegung heute geführt wird, haben wir kein Heil in dem Weizmann'schen System gesehen, aber wir sehen auch kein Heil in dem neuen System,, das man uns geben will. Das bisherige System war durchaus gegen das religiöse Judentum in Erez Israel gerichtet. Es muß geändert werden, weil es so nicht weiter gehen kann und darf. Wenn man es damit wirklich ernst meint, daß in Erez Israel Platz für alle Meinungen und Richtungen ist, dann muß man ihnen allen die Möglichkeit geben, in Palästina zu bestehen, und darf nicht einen Apparat verwenden, der gegen das religiöse Judentum in Erez Israel eingestellt ist. Der ganze Apparat der zionistischen Bewegung ist gegen uns gewendet. Die Delegierten des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth verletzen gar zu häufig; die Gefühle des religiösen Judentums und machen uns daher viele Spender abwendig. Niemals ist Platz für die Mitarbeiterschaft des religiösen Judentums.. Mit diesen Methoden können wir nicht übereinstimmen, weil wir daran interessiert sird, daß eine einheitliche Front geschaffen werde. Wir werden für eine Koalition aller produktiven Elemente dieses Kongresses eintreten. Es muß eine vereinigte Front für Palästina geschaffen werden. Wir haben jedoch eine Hauptbedingung: daß eine kardinale Änderung des Systems eintritt, das heute in Erez Israel gegenüber dem religiösen Judentum herrscht. Das. heutige System hat sich an der zionistischen Bewegung bereits schwer gerächt«.

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