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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 251

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 251 (sequence 254)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Goldberg ten uns: Eins hat der Führer verstanden; als er der ganzen Welt und dem gesamten Judentum den Beweis geben wollte, daß wir mit England unzufrieden sind, hat er demissioniert. Da gab es Einheit. Aber dann sollte er doch eine Konferenz aller Parteien und Gruppen einberufen und einen solchen Protest erheben, daß nicht nur alle Juden und Zionisten in der ganzen Welt verstehen, was England uns getan hat, sondern auch England selbst (Beifall). Wenn aber jemand unter uns gegen England spricht, wenn auch nicht in der gehörigen Form, so machen Sie einen solchen Lärm, daß nach außen der Eindruck entsteht, als ob wir mit England einverstanden wären (Beifall). Ich hege die größte Sympathie für unseren Führer. Denn wenn England uns schlecht behandelt hat, so hat es ihn noch schlimmer behandelt. Er hat alle Pfeile der Kritik mit seiner Brust aufgefangen. Was hat England und die britische Administration während seines letzten Besuches in Palästina aus ihm gemacht! Deshalb sollten wir doch protestieren. Ich dachte, daß seine Demission uns vereinigen wird. Der Protest gegen England wird uns vereinigen, das Endziel wird uns vereinigen. Wir streiten um Worte. Aber wir müssen zum jüdischen Volk kommen und sagen: „Trotz allem Unglück geben wir das Endziel nicht auf." Es liegt ja in unserem Interesse, daß die Juden, welche mit uns gehen, uns nicht verlassen. Dies können wir nur erreichen, wenn wir sagen, daß wir kein Jota von unserem Endziel aufgeben. Ich glaube, daß eine Einigkeit in Bezug auf das Ziel und auch in Bezug auf das Eindringen in Palästina sich schaffen läßt, wenn Sie meine Devise annehmen: freie Immigration und freier Landkauf. Dies sollen wir vor der ganzen Welt proklamieren, sonst ist alles verloren (Beifall). Ich glaube, daß der Moment für eine große Koalition gekommen ist. Wir müssen sie im Namen der Not, im Namen der Erhaltung der Organisation zimmern. Wer hier siegt, erringt einen Pyrrhussieg. Wenn wir uns aber vereinigen, dann habe ich einen Vorschlag- Er heißt: Amerika. Sie haben hier nicht daran gedacht, daß wir in Amerika fünf Millionen freie Juden haben, die Geld und Einfluß besitzen und nicht untereinander zerrissen sind. Amerika hat seine Kraft bereits bewiesen. Vor der Balfour- Deklaration haben wir Amerikaner gegen die Montefiore und Montagu gesiegt, die die Deklaration verhindern wollten. Als es mit der Unterfertigung des Mandates schlecht stand, haben wir auf das dringende Kabeltelegramm unseres Führers hin eine Resolution beim amerikanischen Kongreß durchgesetzt- Ihr habt noch einmal eine Möglichkeit, Amerikas Stärke zu nützen. Wenn Ihr eine Koalition, ein einheitliches Programm und Verständigung habt, dann kann Amerika uns viel helfen. Glauben Sie nicht, daß in Amerika große Armut herrscht. Es gibt genug Geld bei uns. Daher rufe ich Euch zu: bevor Ihr Frieden schließt mit den Arabern und mit England, schließt Frieden untereinander. Wenn es eine Verständigung gibt, wird in Amerika Geld zu finden sein für die nationalen Fonds und für die Privatinitiative. Wenn Ihr Euch hier nicht vereinigt, so werdet Ihr in Amerika die Partei haben, die Ihr nicht haben wollt. Ich möchte ein bekanntes Wort variieren, indem ich sage: vom Westen kommt das Licht. Wenn Ihr daran denkt, dann werden wir unser Land haben und ein vereinigtes Volk (Beifall). Schluß der Sitzung ij Uhr 40 Min.

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