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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 245

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 245 (sequence 248)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Thomas, Motzkin, Tartakower ■wenn ich an Sie denke, erinnere ich mich an das wundervolle Gedicht der Äneide. Trotz aller Hindernisse und Naturkatastrophen, trotz aller Kämpfe nach außen und im Innern, wiederholten jene, welche die Asche ihrer Ahnen und den Herd, den Sie an neuer Stelle wieder entzünden wollten, über das Mittelmeer führten, sicher ihres Glaubens, ihrer Hoffnung auf Gerechtigkeit, die berühmten Worte: lata vias inveniunt! Das Schicksal findet seinen Weg. Das Schicksal des Zionismus wird auch den seinen finden inmitten aller Kämpfe und Schwierigkeiten, getragen von dem gleichen Vertrauen, von der gleichen Hoffnung, von dem gleichen Willen zu Gerechtigkeit und Weltfrieden (Stürmischer Beifall, die Delegierten erheben sich). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich danke Herrn Thomas für seine herzliche Ansprache. Wir hoffen, daß er noch einmal zu einem Kongreß kommen wird, der in Jerusalem tagt und der auch in der Sprache die Einheitlichkeit unserer nationalen Idee verkörpern wird. Ich mache darauf aufmerksam, daß die 5 Uhr-Sitzung als Trauerfeier und Gedenkfeier für Herzl, für die Opfer der Ereignisse in Palästina im August 1929 und für die Toten unserer Bewegung im letzten Arbeitsabschnitt abgehalten wird. Nach Schluß der Trauerfeier wird Herr Grünbaum einen Vortrag über die Lage der Juden in der Welt halten. Nach Schluß der Nachmittagssitzung tritt die Exekutive, das Kongreß-Präsidium, die Budget-Kommission und der Teil des Permanenzausschusses, der für Finanzfragen in Betracht kommt, zu einer dringenden Beratung finanzieller Natur zusammen. Montag 9 Uhr vormittags treten die Kommissionen zu ihren Beratungen zusammen. Jetzt setzen wir die Generaldebatte fort. Dr. AR JE TARTAKOWER (Arb.t Ostgalizien — spricht jüdisch): Wir stellen heute im Zionismus vor zwei Erscheinungen, die entscheidende Bedeutung "haben und bestimmte Stellungnahme erfordern. Das ist vor allem die ungeheuer •schwere materielle Lage. Und wie wichtig auch politische Auseinandersetzungen sind, hier liegt der Schwerpunkt unserer heutigen Beratungen. Wir dürfen nicht von diesem Kongreß gehen, ohne einen Ausweg gefunden zu haben. Die zweite Grundfrage ist die der definitiven Auseinandersetzung zwischen -den beiden Hauptkräften im Zionismus. Für diese entscheidende Auseinandersetzung, nämlich die Entscheidung zwischen Fortschritt und sozialer Reaktion, können wir aus den Erfahrungen anderer Völker auch für uns Schlüsse ziehen- Es ist kein Zufall, daß derselbe Redner, der uns hier versicherte, wir alle seien heute Pazifisten, im selben Zug die militaristische Einstellung seiner Partei verteidigte. Gewiß, wir alle sind Vorkämpfer von Frieden und Freiheit zwischen Völkern und Menschen. Aber es handelt sich nicht nur darum, was wir reden, sondern auch darum, was wir tun. Kein Zufall auch, daß derselbe Redner, der erklärte, in Fragen des praktischen Palästinaaufbaus gebe es nur eine einzige Front, vergaß, daß sein Lager der größte Störer eben dieser Arbeit ist. Weit ist -der Weg vom Wort zur Tat! Nur deshalb sind wir gezwungen, zu einer ganzen Reihe von Fragen Stellung zu nehmen, die sonst in diesem Moment nicht wichtig wären, z. B. die Frage des Endzieles. Wenn auch das Endziel des Zionismus für uns, den linken Flügel, und für die andern dasselbe wäre, die Beziehung dazu ist eine andere. Für uns ist

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