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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 236

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 236 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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2}6 <). Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Ihren Windmühlendialektikern von der Kongreßtribüne gerufen: Man muß mit diesen Leuten abrechnen! Ob dies Nutzen für die Einheit der Bewegung und für die Leistungen bringen wird, daran dachte er nicht. Niemand von den Vertretern Erez Israels hat die wirkliche Wahrheit erzählt. Aber Ihr, die Ihr von allen Ecken der Diaspora kommt, und insbesondere Ihr, die Ihr aus Polen kommt, habt Ihr denn nicht ein Wehgeschrei zu erheben? Aber auch Ihr habt Parteivorurteile hierhergebracht. Es ist mir zum Los geworden, über das Unglück im Lande und nicht über hohe Politik zu sprechen. Im Lande herrscht eine Pogromstimmung und eine blutige Haßagitation. Wir sind politisch verraten und innerlich gespalten (Beifall). In Erez Israel ist die Chronik mit bösen Nachrichten überfüllt. Wir haben eine arbeitende ch aluzische Diaspora aufgerichtet, die Zion heißt. Wir haben die Lehre der ehemaligen Assimilation übernommen: Verschweigen und herabschlingen, weil es so sein muß ... Wenn wir mit allen anderen Völkern so gut leben wollten, wie wir es mit den Arabern aus Lifta und Hebron tun wollten, und wenn wir in eine andere Diaspora so viel Blut, Schweiß und Gold hineinbringen wollten, und wenn wir unsere Fahne senkten und den Mördern predigten: „Habt uns lieb", dann würden uns vielleicht auch unsere europäischen Feinde lieb haben. Jedenfalls könnten wir dann sicherer und ehrenvoller leben, als wir in Palästina leben (Beifall). Bei uns entstand eine so patriotische Beziehung zu den teuern Arabern wie zu teuern Brüdern, daß die extremsten Assimilanten sich vor uns schämen müssen. Wenn wir in Tel Aviv eine Bodenfläche für einen Friedhof erwerben, so erscheint am anderen Tage in der arabischen Presse eine Notiz, in der es buchstäblich heißt: „Wir sind immer bereit, Boden für jüdische Friedhöfe zu verkaufen4'... Glauben Sie, daß dies auf unsern Waad Leumi irgendeine Wirkung hat? Im Gegenteil! Man schließt einen schändlichen Friedenspakt in Moza ab, man schächtet ein Schaf und setzt sich zur Mahlzeit hin über Gräbern von jüdischen Getöteten, und Korrespondenten der Ita verbreiten in der ganzen Welt, daß Frieden und Ruhe bei den Juden im Lande herrscht. Das Werk wird fortgeführt, man erzählt aber nicht den Juden, daß der Muchtar desselben Moza dem alten, am Leben gebliebenen Broza mitteilt, daß er für sein Leben nicht verantwortlich ist... Und wenn jemand von dieser schrecklichen Wahrheit erschüttert wird, so wird er als Hysteriker oder Störer der nationalen Disziplin betrachtet. Man muß schweigen und schweigen. Und das heißt Realpolitik, das heißt Werk und Aufbau, das heißt Klugheit, das heißt Gewissen. Das Maß des Unglücks ist schon voll. Wir haben die Selbständigkeit und die Selbstbestimmung des Zionismus verloren. Wirkt denn nicht einmal das Blut von Hebron und Safed? Haben die chaluzischen Führer sogar schon den elenden Tod der ermordeten Chaluzah Badasch auf dem Boden von Chedera vergessen? Es handelt sich um einen „unbekannten Soldaten", der nach den Pogromen ermordet wurde und dessen Namen die chaluzischen Führer vergessen haben. Ich bitte den Kongreß, sich wenigstens ihm zu Ehren zu erheben (Der Kongreß erhebt sich). Zum Schluß kam Bruderhaß und Feindesliebe. Noch bevor die arabische Hand eine Ausrede für die Mordtaten fand, hat ein Jude, der hier im Saale sitzt, in einer chaluzischen Zeitung das Wort geschrieben, daß eine bestimmte jüdische Jugend an den

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