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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 230

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 230 (sequence 233)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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230 8. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte nach Palästina ohne Glauben und ohne Freude zu streben. Der Mufti konnte nicht den Mut des jüdischen Volkes brechen. Aber der unwidersprochen gebliebene Passfield und die kleineren Passfields haben uns unseres Glaubens und unserer Freude an der Mandatsmacht beraubt. Unsere Leitung hatte einer großen Sache zu dienen, einer Sache, die geschützt ist durch die Deklaration, das Mandat und internationales Gesetz, durch Völkerbundautorität und die britische Tradition höchster Sympathie mit dem Volke Israel. Wir haben unsere Leitung nicht beauftragt, eine ungerechte oder hoffnungslose Sache zu vertreten. Der Fehler lag zum großen Teile in der Art der Vertretung. Wenn es heute Hoffnungslosigkeit gibt, so liegt sie nicht in der eigenen Sache, sondern wenigstens zum Teil in der Art und den Methoden unserer Leitung. Man hat uns gesagt, gegen die gegenwärtige Leitung stimmen, heiße für Passfield stimmen. Im Gegenteil: für die Leitung stimmen, heißt für das gegenwärtige englische Regime stimmen, von Passfield bis herunter zu Keith-Roach. Niemand wird das Ausmaß der Verdienste unserer Leitung seit 1915 leugnen oder überschätzen, aber nichts, was diese Leitung in all diesen Jahren getan hat. war klüger oder dringender erforderlich als ihre Resignation im Augenblick des: größten Betruges von Seiten des Colonial Office. Wenn die gegenwärtige Leitung wiedergewählt werden sollte, hätte die englische Regierung das Recht zu sagen und würde auch sagen: die zionistische Leitung hatte keine Berechtigung, nach dem Passfield'schen Weißbuch zu resignieren. „Alles war nur ein Sturm im Wasserglase. Die im Kongreß versammelten Zionisten sehen, daß wir unser Bestes getan haben." Mit der Konsequenz, daß neue und womöglich noch schlechtere Weißbücher kommen würden, bei denen im Falle der Annahme einer Wiederwahl diese Leitung geistiger Mitautor werden würde. Wenn gesagt wird, die britische Regierung wünsche, daß die gegenwärtige Leitung im Amt verbleibe, so ist unsere Antwort, daß wir unsere Leitung wählen. Unsere Leitung braucht niemand für uns auszusuchen. Wir haben uns unter Herzl nicht befreit, um unter Weizmann durch eine englische Regierung wieder versklavt zu werden. Es ist mir nicht bekannt, daß wir von der englischen Regierung befragt wurden, wenn ein High Commissioner für Palästina gewählt wurde. Wenn wir unsere Wahl getroffen haben, wird es Zeit genug sein, die englische Regierung zu informieren, und ich bin sicher, wir werden höflich genug sein, nicht zuzulassen, daß die englische Regierung zuerst durch die Presse informiert wird- Ich schließe mit einem Wort von Lord Melchett, das man sein zionistisches Testament nennen darf. „Ich selbst war immer der Meinung, daß es zu wenig Beharren auf unseren Rechten und zu viel Bemühung um Nachgeben gab. Ich glaube, daß die Politik des Nachgebens von Seiten der Jewish Agency ihre Ziele vollkommen verfehlt hat und daß eine völlig neue Linie erforderlich ist, wobei die Leitung der Bewegung in neue Hände gelegt werden muß." Nur noch ein Wort! Ein Teil davon ist die Antwort an unsere Leitung, das: Dichterwort: „You have sat too long at English feasts." Und die andere Hälfte des Wortes von dem Märtyrerführer, der die Freiheit für sein Land eroberte^ ist die einzige Antwort gleichermaßen an den Premierminister und an unsere Leitung. „Volk ist keine Handelsware, sondern etwas Geistiges." Eine Basis für Kooperation mit der britischen Regierung wird wiederhergestellt, wenn Sie und

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