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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 229

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 229 (sequence 232)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Wise, Motzkin 229 Araber haben mit der britischen Regierung nicht zusammengearbeitet und sie erhielten alles. Die Araber Palästinas finden, daß es nicht einmal lohnt, zu Konferenzen nach London zu gehen, wie wir tun müssen. Sie formulieren ihre Forderungen und setzen sie bei der Regierung in Jerusalem durch, denn dort haben die Araber mit der englischen Regierung nach Belieben geschaltet. Stellen Sie sich einmal vor, es wäre umgekehrt: unser Führer wäre Ministerpräsident von Großbritannien und Mr. Ramsay MacDonald wäre der Führer der schottischen Nationalisten, die ihr schottisches Heim errichten wollen. Was .hätte er getan, wenn ein konservativer Minister ein Dokument herausgegeben hätte (Stürmischer Protest von links. Zwischenruf LOCKER: Demagogie! Protestrufe Dr. EDERS). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Wir können den Vertreter einer Landsmannschaft wie Amerika nicht am Sprechen hindern (KAPLANSKY: Man soll nicht versuchen, interne englische Politik in die Debatte zu ziehen!). Das ist kein Standpunkt. Wir haben hier das Recht, über alle Staatsmänner und Parteien zu sprechen- Ich kann nur einen Redner unterbrechen, der unparlamentarisch spricht, sodaß ich jemanden in Schutz nehmen muß (Zwischenruf JACOB FISHMAN). Dr. WISE (fortfahrend): Als Führer der schottischen Bewegung also würde Mr. MacDonald mit Recht zum Ministerpräsidenten sagen: „Das ist ein sehr hübsches und gut geschriebenes Dokument, aber keineswegs ausreichend. Mein Volk würde mich auslachen und hinauswerfen, wenn ich ihm nichts Besseres brächte als dies und es als Grundlage für die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit anerkennen wollte. Herr Ministerpräsident, uns Schotten können Sie nicht hereinlegen. Sie sind ja sehr klug, aber wir sind auch nicht dumm." Mr. MacDonald als Führer der schottischen Nationalpartei könnte sagen: „Damit können Sie Ihren Lord Passfield rein kriegen, aber nicht uns reinlegen!" Die Wahrheit ist, daß mit England nur Leute umgehen können, die mit Engländern so sprechen, wie Engländer sprechen und wünschen, daß man zu ihnen spricht, Leute, die an sich und ihre Sache glauben. Keine Führung kann für uns sprechen, die einer englischen Regierung so entgegentritt: „Ihr seid groß und wir sind klein; ihr seid alles und wir sind nichts, ihr seid allmächtig, wir sind ohnmächtig." Die Eigenschaften, die für die Leitung einer so großen Sache wie der unseren erforderlich sind, heißen Weisheit, Glauben und Mut. Wir hatten Tteine solche Leitung in den letzten zwei Jahren. Einer von den politischen Führern empfahl uns gestern klagend, nicht zu glauben, daß das englische Volk mit uns sei. Daß die Leitung ihren Glauben an das jüdische Volk verloren hat, wurde durch die Prä- und Pro-Agency-Verhandlungen reichlich bewiesen. Daß die Leitung ihren Glauben an das moralische Urteil der Welt verloren hat, wurde durch die Rede bewiesen, in der das Axiom aufgestellt wurde, daß wir nicht auf die moralischen Werte rechnen dürfen, die vor zehn oder fünfzehn Jahren in der Welt dominierten. Die Leitung hat ihren Glauben an sich selbst und an ihre Kraft verloren, das jüdische Volk unwiderstehlich zum großen Ziel unserer Sache zu führen. Es ist kaum notwendig, der englischen Regierung zu sagen, daß die Welle der jüdischen Wanderung nach Palästina unter den gegenwärtigen Umständen nicht länger so andauern wird. Die Juden fürchten sich nicht. Aber sie beginnen

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