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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 218

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 218 (sequence 221)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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21% 8. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte werden (Beifall). Aber wenn die Mandatsregierung offiziell proklamiert, daß sie das Mandat auf Grund der Balfour-Deklaration und der Präambel des Mandates übernommen hat, um für die nationale Frage des jüdischen Volkes eine Lösung zu finden und die Rechte der Bewohner Palästinas zu schützen, und wenn die Araber wissen, daß die Mandatsregierung bereit ist, auf dieser Grundlage zu arbeiten, werden wir schon einen Weg der Verständigung mit ihnen finden (Beifall). Eine zweite Aufforderung sollte hier erfolgen, und sie ist nicht erfolgt: eine Aufforderung an das jüdische Volk, intensivste Arbeit zu leisten unter allen Verhältnissen, mit allen Mitteln. Und da werdet Ihr (zu den Revisionisten) mir keine Ovationen machen. Wenn man kommt und sagt, wir arbeiten unter gewissen Bedingungen, wenn günstige politische Verhältnisse bestehen werden, sonst aber nicht, so ist dies kein Zionismus, sondern ein Rückfall in Galuthgesinnung. (Zwischenrufe: Wer behauptet dies?) Wir haben dies gehört. Man gebraucht hier schöne Worte über Majorität und Staat. Man kann über einen Staat in einer sehr elenden Form sprechen, die uns nichts geben wird. Man kann aber das Wort Staat nicht einmal erwähnen und doch das gesamte Problem des jüdischen Volkes im ganzen Umfange vor Augen haben und etwas Großes schaffen, das die Bewunderung der gesamten Welt hervorrufen kann. Und ich verstehe darum, daß man vor „leichtem4'' Zionismus warnt, den auch ich als sehr große Gefahr betrachte, wenn auch in anderer Hinsicht. Wir haben eine schwere Arbeit vor uns- Es lastet auf uns die Verantwortung der früheren Generationen und der Generationen, die folgen werden. Und wir müssen von der Jugend verlangen, daß sie sich vorbereitet, die Verantwortung zu tragen. Wenn man aber der Jugend die Sache leicht macht, wenn man ihr Tag für Tag verspricht, die Erlösung zu bringen, wenn sie nur „uns" folgen wird, wenn man glaubt, daß man die Heimat nur durch Säbelrasseln — und mit Holzsäbeln — und Schimpfereien gegen Weizmann retten kann (Beifall), so untergräbt man die Erziehung der Jugend und zerstört das Heilige, das die Jugend besitzt. Und vor dieser Gefahr müssen wir warnen. Auch Ihrm Revisionisten müßt wissen, daß wir nicht nur mit Gnade anderer, sondern mit unserer Verantwortung werden bauen können. Und ich möchte auf noch etwas hinweisen, das meiner Ansicht nach eine besondere Bedeutung gerade auf diesem Kongreß hat. Ich gehöre nicht zu den Anhängern der Agency, ich bin aber dagegen, daß sie jetzt zerstört wird, nachdem sie geschaffen wurde. Ich bin aber gegen jeden Verzicht, der durch uns erfolgt ist und erfolgt, um bei den neuen Partnern Gunst zu finden. Wir haben alles in Aufbauarbeit verwandelt. Die Aufbauarbeit ist selbstverständlich wichtig. Aber wir haben durch unsere Methoden die Kraft unserer Organisation geschwächt und haben dadurch auch die Agency nicht gestärkt. Wir müssen eine Zionistische Organisation besitzen, getragen von der Idee des Aufbaus der Nation, der Renaissance aller unserer nationalen Werte, und dürfen keinen Handel machen, die Erziehung nicht dieser Gruppe übergeben und eine andere Arbeit jener Gruppe- Dann brauchen wir die Agency nicht zu fürchten. Und da muß ich Euch beschuldigen, die Ihr vom Staat sprecht: Ihr gebt aber die Staatsidee unserer nationalen Fonds auf, die die gesamten Arbeiten zu umfassen haben, die sonst von einer Regierung geleistet werden. Man kann den Zionismus nicht nur als ein staatliches Endziel betrachten; auch auf dem Wege muß organisierte und umfassende Arbeit einer Regierung und eines Staates geleistet werden. Wenn wir

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