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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 213

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 213 (sequence 216)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Tawiw, Torczyner hat man kein besonderes Budget für die Jemeniten bewilligt mit der Begründung, daß man keinen Unterschied machen will. Als wir aber zur Exekutive kamen, hat man vor uns alle Türen geschlossen. Ich möchte nun zur Frage der Immigration kommen. Das ist ein ganz schreckliches Kapitel. Die religiösen Verfolgungen in Jemen sind allen bekannt. Nach den August-Ereignissen in Palästina im Jahre 1929 und als Folge der Hetze der arabischen Delegation kam noch ein Dekret über die Waisen, das die unglückliche Lage der Juden in Jemen schon ganz unerträglich gemacht hat. Wenn es nicht gelingt, die Waisen irgendwie wegzubringen, so werden sie dem Islam zugeführt. Aber diejenigen, die versuchen, Waisen wegzubringen, werden sehr strenge bestraft. Die meisten fliehen nach Aden und sitzen dort jahrelang im Elend, bis sie zugrundegehen. Man muß auch die Frage des Emigrationsbüros in Aden erwägen. Beim letzten Kongreß wurde beschlossen, ein offizielles Büro in Aden zu eröffnen. Agronsky und ich wurden zu diesem Zweck nach Aden entsandt. Wir haben dort ein schreckliches Bild vor uns gesehen- Es leben dort zwanzig Familien in einem Zimmer, verschiedene Krankheiten verbreiten sich unter ihnen. Herr Sprinzak hat sich um die Besserung der Lage gekümmert. Als er aber begonnen hatte, die nötigen Reformen vorzunehmen, wTurde zum Leiter des Immigrationsdepartements Dr. Senator gewählt. Und dieser vernachlässigt unsere Interessen. Es gibt eine Person in Aden, die sich um die Emigranten kümmert. Dies genügt aber nicht, man braucht ein Büro. Ich halte es für meine Pflicht, Ihnen zu sagen, daß die Leitungen, die Sie jeweils auf den Kongressen wählen, Ihren Beschlüssen in Bezug auf die Jemeniten nicht Folge leisten. Man läßt die Jemeniten ganz zugrundegehen. Es gibt unter den Jemeniten in Palästina viele Familien, die schon seit zwanzig Jahren auf Ansiedlung warten. Hunderte von Knaben und Mädchen brauchen Erziehung, Tausende von Juden sind in Jemen verschiedenen Verfolgungen und der Taufe ausgesetzt- Man muß ihnen helfen. Nun komme ich zur Erziehungsfrage. Auch auf diesem Gebiet wurde uns von der Palästina-Exekutive großes Unrecht getan. Alle Teile des Publikums in Palästina haben Anspruch auf Erziehung, eine Ausnahme bilden die Jemeniten. Einige Monate hat sich der Misrachi um die Erziehung der Jemeniten gekümmert. Dann hat auch er unsere Erziehung aufgegeben. Fünfhundert jemenitische Kinder in Jerusalem gehen ohne Erziehung herum. Das gleiche gilt in Bezug auf •die verschiedenen Kolonien. Es ist unmöglich, die jemenitischen Kinder allgemeine Schulen besuchen zu lassen. Ich will jetzt nicht auf die Gründe eingehen. Wir fordern vom Zionistenkongreß, daß man uns die Möglichkeit gibt, unsere Kinder in besonderen Schulen in Jerusalem und in den Kolonien usw. unterrichten zu lassen. In den bestehenden Schulen sollen die nötigen Reformen vorgenommen werden (Beifall). NUMA TORCZYNER (Allg., Belgien — spricht deutsch): Obwohl die Totenfeier erst Sonntag abgehalten wird, möchte ich hier an den vor einem Jahr verstorbenen Jean Fischer erinnern, dessen Warnungen von dieser Tribüne so oft gehört wurden, die Warnungen gegen jene politische Linie, der man hier gefolgt ist. An seiner Stelle möchte ich hier nochmals den reinen Geist und die Einheit unserer Organisation heraufbeschwören. Es ist sehr bedauerlich, daß Weizmann in das Schlepptau von Ideen geraten ist, die ihm selbst und dem Geist der Be-

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