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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 202

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 202 (sequence 205)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--8010-3484159
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202 7- Kongreß-Sitzung: Generaldebatte unklare Situation, unsere ungewisse Zukunft in der Türkei, die unsere Bewegung niemals anerkannt hat, die unbestimmte Formel des Basler Programms gewählt. Dann kam eine völlig neue Situation. Die Urheber der Balfour-Deklaration und des Mandats wußten genau, was Zionismus ist, und sie wollten ihn gemeinsam mit uns zur Ausführung bringen. Was in der Balfour-Deklaration niedergelegt wurde, war auch wieder nur eine unvollkommene Formel, aber England und die Welt und wir verstanden dasselbe darunter, wir meinten den wahren Zionismus. Das ist der grundlegende Unterschied gegenüber der Vorkriegszeit, das war die Basis der neuen Politik. Und darum ist es heute unser eigener Verzicht und ein Abgehen vom Ziel, wenn wir bei der Sprache, die wir mit den anderen sprechen> diese Zielsetzung außer Acht lassen oder in einer Zeit der Krise nicht deutlich aussprechen, was unter Zionismus gemeint war. Ich glaube, man muß sich diesen politischen Unterschied zwischen der Türkei-Zeit und heute einmal vor Augen halten, um zu begreifen: Wenn jetzt England kommt, welches uns ein Versprechen gegeben hat, das wir beiderseits in bestimmtem Sinn verstanden hatten, und. wenn es uns jetzt behindert und Maßnahmen trifft, mit denen wir nicht einverstanden sind, so bleibt uns nur ein einziger Weg. Wir müssen aufstehen und erklären: Ihr habt uns Euer Wort gegeben! Ihr wußtet, worum es sich handelt! Ihr habt zu uns als die Macht gesprochen, die sich anheischig gemacht hat, den wirklichen Zionismus mitzuverwirklichen. Es ist deshalb eine eminent politische Handlung, diese Zielsetzung jetzt unmißverständlich auszusprechen, damit die Welt einmal weiß, daß das jüdische Volk sich in dieser Frage nicht betrügen läßt. Diese Wendung herbeizuführen, auszusprechen, was wir wollen und woran wir festhalten und was wir als Verwirklichung des Mandats betrachten, das ist heute die wichtigste Aufgabe des Kongresses. Wenn Sie es nicht aussprechen, akzeptieren Sie die heute zirkulierenden, abschwächenden Ausdeutungen in England und in der Welt. Ich höre mit größtem Mißtrauen zu, wenn ein englischer Beamter» und sei er der beste Mensch, anfängt, vom Achad Haamismus zu reden. Von dieser Seite brauchen wir keine Bekenntnisse schöner Seelen, da wollen wir nur eines — die Ausführung des Mandates (Beifall). Und so soll die Abstimmung, die wir Ihnen am Schlüsse der Generaldebatte vorschlagen, das große und starke Wort sein, das die Rettung unserer Sache sein kann. Lassen Sie sich davon nicht abbringen! Nach dem, was in den letzten Jahren in Palästina geschehen ist, nach den Unruhen, nach dem Unrecht, das man uns anschließend angetan hat, nach dem zynischen Weißbuch des Colonial Office kann ich es mir nicht vorstellen, was der Kongreß anderes zu tun hätte, als seinem Protest Ausdruck zu geben und zu sagen, was wir v/ollen. Hören Sie nicht auf die, welche Ihnen sagen, dies sei unklug und unvorsichtig. Die Welt weiß längst, was Zionismus ist. Glauben Sie, Sie werden mit einer neuen Deutung die Welt überzeugen? Auch die anderen Völker haben die Bibel gelesen, darin steht die Zielsetzung (Beifall). Nun der innere Zustand in der Organisation selbst! Jeder Redner spricht von Festigung und Erneuerung der Organisation. Aber darunter muß man sich doch etwas vorstellen. Wir wollen wirklich diese Erneuerung und wünschen, daß wir uns alle hier in dieser Richtung vereinigen könnten. Aber was ist in diesen Jahren geschehen, wie hat man uns geschwächt! Die Jewish Agency war die Grablegung der Zionistischen Organisation (Beifall). Damit haben wir auf das verzichtet, was der Sinn der zionistischen Bewegung war. Es handelt sich nicht

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