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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 199

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 199 (sequence 202)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Farbstein, Thon 199 hielt man es nicht einmal für nötig, Protestversammlungen einzuberufen (Beifall). 3. Unterzeichnung des Churchill-Weißbuches, wo es heißt, daß Erez Israel nicht so jüdisch sein kann, wie England englisch. 4. Das Passfield'sche Weißbuch. 5. Der MacDonald-Brief und die Antwort von Dr. Weizmann. — Es gibt nur eine Möglichkeit, um die Arbeit weiterzuführen und Mittel im Galuth für die Aufbauarbeit zu schaffen — das Endziel nicht zu verleugnen. Wir fordern eine Mehrheit, "die zu einem Judenstaat führen soll (Lebhafter Beifall). Dr. OSIAS THON (Allg., Westgalizien — spricht deutsch): Wir haben Schreckliches erlebt, und der XVII. Kongreß ist wohl der schwerste und verantwortungsvollste, den wir je gehabt haben. Verbrechen und Indolenz haben uns aus unseren Träumen geworfen. Aber es muß ein für allemal für die Geschichte festgestellt werden: das jüdische Volk und insbesondere die Zionistische Organisation haben sich nicht für einen Augenblick verloren. Oft genug gebrauche ich das Weizmann-Wort: „Jüdisches Volk, was hast Du getan?" Aber gerade in diesem Augenblick hat es nicht gegolten, gerade damals hat das jüdische Volk seine Pflicht erfüllt. Wir haben Zorn und Erbitterung gehabt, aber eines haben wir nicht gehabt: Resignation und Verzweiflung. Da aber geschah etwas Tragisches. Gerade damals, als die großen jüdischen Massen ihr Endziel unverrückt vor Augen hielten, haben manche Führer so etwas wie einen „Minoritenorden" gegründet. Da hat man angefangen, den Zionismus zu verkleinern. Ich muß eine Verbeugung machen vor Sacher, der unser Prestige vor der Shaw-Kommission gerettet hat. Wir haben gestern das Wort gehört, das Sykes Weizmann zugerufen hat: Es ist ein Junge. Wollen wir beweisen, daß es wirklich ein Junge war, dann dürfen wir ihn nicht zu einem Neutrum machen — das Ghetto, nicht zu einem Femininum — die autonome Kehilla, sondern zu einem Mann — der Judenstaat. Ich appelliere an alle alten Zionisten in diesem Saale, damit sie bezeugen, daß die Frage: „Wie wollt ihr das machen?" nicht zionistischer, sondern assimilatorischer Herkunft ist. Man hat uns diese Frage entgegengelächelt, entgegengelacht und entgegengehöhnt, als wir anfingen. Als Herzl laut, vorlaut wurde, da wurde sie uns entgegengeschrien, entgegengerast, entgegengewütet. Aber wir wußten: Geschichte wird nicht nach dem Metermaß gemacht. Unsere Organisation soll streng buchhalterisch sein, der Zionismus darf es nicht sein. Es geht nicht ohne Mystik; auch das, was wir schon erreicht haben, ist nicht mit dem Metermaß geschaffen worden. Wenn uns wenigstens unsere Gegner das „Weniger" anbieten würden. Aber wir dürfen doch nicht selbst den Zionismus verkleinern. Sie werden fragen: Was heißt Judenstaat? Ich habe es oft genug schriftlich ausgeführt. Man kann verschiedenes unter einem Staat verstehen. Aber der Kernpunkt, von dem wir nichts ablassen können, ist die jüdische Volkssouveränität. Wir wollen in unserem Heime wirklich zu Hause sein. Ich bin weit davon entfernt, und darin muß ich mich von der sogenannten Opposition loslösen, Weizmann einen Vorwurf zu machen, daß er den Rückfall in unsere Lage verschuldet hat. Ich glaube nicht, daß er mehr hätte erreichen können. Ich bin der letzte, der die Hand dazu bieten würde, Weizmann zu stürzen. Weizmann wird und kann kein Kongreß stürzen. Es gibt hier zwei Kategorien: die einen wollen Weizmann nicht stürzen, das ist die überwiegende Mehrheit, die anderen können Weizmann nicht stürzen, das ist die Minderheit. Aber Weizmann kann gehen, wenn er es für richtig hält und wir mit ihm. Weizmann

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