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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 198

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 198 (sequence 201)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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198 j. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte jenes wegnehmen, wird Ihnen aber nichts geben. Wir sollten doch Politik von den Arabern lernen. Und wie sieht es heute in Erez Israel aus? Wir danken Gott, daß seit dem. Monat August 1929 keine Pogrome mehr vorkommen. Eine große Freude! Ja,, es gibt keine physischen Pogrome mehr, aber es gibt doch ununterbrochen geistige Pogrome. Die gesamte arabische Presse hetzt unaufhörlich gegen die Juden. Sie droht und erklärt, daß sie keine Verantwortung übernehmen kann. Man überfällt hier und dort einen Juden. Die Polizei kommt immer, aber eine Stunde zu spät. Und Sie wollen sagen, daß es heute schon in Erez Israel gut und ruhig ist. Fragen: Sie den Jischuw in Erez Israel, ob auch er dieser Meinung ist. Die Immigration ist fast ganz eingestellt. Mit Herrn Hyamson hat die Regierung einen neuen Vertrag auf weitere fünf Jahre geschlossen. Er hat sich als sehr tüchtig erwiesen und es ist doch angenehm, wenn es ein Jude ist, der Juden nach Palästina nicht hereinläßt. Dann können wir doch nicht behaupten, daß es ein Antisemit ist. Er wird, schon Meraglim zu den Schiffen senden, um keine Juden hereinzulassen. Auch wenn Juden das palästinensische Bürgerrecht erwerben wollen, wird man ihnen verschiedene „Sünden4* vorhalten. Ben Gurion sprach gestern von einem „leichten" und von einem „schweren46 Zionismus. Wenn es einen schweren Zionismus gibt, so wird dieser in erster Reihe von der Misrachi-Organisation getragen. Wir müssen gegen die Eltern kämpfen, und gegen die Kinder. Wir haben einen Kampf gegen unsere Gegner im religiösen Lager zu führen. Wir müssen auch in der Zionistischen Organisation einen Kampf um unsere Rechte führen. Wir hatten doch die größten Hoffnungen auf Erez-Israel, und wir sind mehr als irgendeine andere Gruppe enttäuscht. Und wir reden doch nicht nur über Politik, wir senden auch unsere Chaluzim nach Palästina und machen alle Anstrengungen, um für die Fonds zu arbeiten, wir tragen also den „schweren" Zionismus. Man sprach über die Juden von Dzika und Nalewki mit Geringschätzung. Wer hat aber Tel Aviv und die Industrie in Palästina erbaut? Das war doch der Mittelstand! Die größten Opfer bringt der Mittelstand. Trotzdem sie eine Existenz im Galuth haben, gehen sie, um das große Ideal zu verwirklichen, nach Palästina. Wenn man aber heute von einem großen arabischen Staat mit einer kleinen Provinz Palästina spricht, wo wir vielleicht gute Geschäfte machen können, wie kann man dann von ihnen verlangen, daß sie nach Palästina gehen? Gute Geschäfte können sie auch im Galuth machen. Sie verzichten aber auf gute Geschäfte und gehen nach Erez Israel, um das Land aufzubauen. Es war doch die Pflicht der Exekutive, die Leistungen des Mittelstandes zu fördern und sich um eine Massenimmigration des Mittelstandes zu kümmern. Nachdem wir, wie ich hoffe, zum letzten Mal hören, daß der Präsident endgültig und unwiderruflich beschlossen hat, zu demissionieren, ist es unsere Ansicht, daß eine Koalition geschaffen werden muß, die alle Gruppen dieses Hauses von Rechts bis Links ohne Ausnahme für den Aufbau von Erez Israel umfassen soll (Beifall). Nur dann werden wir Erfolge erzielen können. Die bestehenden Reibungen untergraben die Existenz der Zionistischen Organisation. Im Zusammenhang mit der Rede des Präsidenten möchten wir folgendes; Sündenregister gegen die alte Exekutive aufführen: 1. Man hat immer versucht, jede positive und schöpferische Kraft zu entfernen, wie Brandeis, Nordau, Soloweitschik und Jabotinsky. 2. Als Transjordanien von Palästina abgetrennt wurde,.

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