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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 181

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 181 (sequence 184)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7989-3484138
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Ussiscbkin, Eder i8r keine Sieger und keine Besiegten weggehen (Beifall). In den nächsten zwei Jahren muß die innere Zerfleischung in unseren Reihen ein Ende nehmen. Die jungen, die gesunden Kräfte aller Gruppen müssen mit aller Macht beitragen. Die innere Genesung wird auch viel für die äußere Genesung bedeuten (Lebhafter Beifall). VORS. PRÄS. MOTZKIN unterbricht um 19 Uhr die Sitzung für eine Stunde. Nach der Unterbrechung, um 20 Uhr: Vorsitz Vizepräs. Dr- Schmorak. Dr. M. D. EDER (Allg., England — spricht englisch): Meine Aufgabe, Ihnen die Haltung der Gruppe A der Allgemeinen Zionisten darzustellen, ist mir durch die Reden der Herren Jabotinsky und Ussischkin sehr erleichtert worden. Jabotinsky hat Ihnen als die erste Hauptfrage des Kongresses die Annahme oder die Ablehnung der Antwort Dr. Weizmanns auf den MacDonald-Brief dargestellt, "und als die zweite, eine Formulierung des Basler Programms zu finden, welche die Ziele des Zionismus neu ausdrücken soll. Herr Ussischkin betrachtet Dr. Weizmanns gestrige Rede als destruktiv für unsere Ideale. Gerade diese Angelegenheit sind der Inhalt des Programms unserer Gruppe. Wir bitten Sie, Dr. Weizmanns Antwort an den Premierminister gutzuheißen, wir bitten Sie, keine Änderung des Basler Programms zuzulassen und Dr. Weizmanns Rede in allen ihren wesentlichen Punkten zu akzeptieren. Wenn in dem heute hier zitierten Bericht der Haycraft-Kommission gesagt wird, daß ich mich sehr vorsichtig ausgedrückt habe, so kann ich darauf hinweisen, daß ich mich immer bemüht habe, nicht den Gedanken aufkommen zu lassen, als ob wir das Verhältnis zwischen Juden und Arabern so betrachten, wie manchmal das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen betrachtet wird. Zurückhaltung in diesen Dingen ist eine jüdische Tradition, die man auch bei Herrn Ussischkin voraussetzen dürfte. Gewiß definierte ich vor der Kommission die jüdischen Ziele als „predominance". Herr Ussischkin und Herr Jabotinsky zitierten die Geschichte vieler Völker, aber Sie vernachlässigen die alte Geschichte unseres Volkes und auch unsere neue Geschichte. Meine Erklärung erfolgte im Jahre 1921 — ein Jahr später kam das Churchill'sche Weißbuch und das Mandat. Churchills Weißbuch wurde von der Exekutive akzeptiert und vom Kongreß ratifiziert. Es verpflichtet uns, aber das bedeutet nicht, daß wir es nicht, nach entsprechender Fühlungnahme mit der Mandatarmacht, zu ändern versuchen könnten. Aber bis dahin wird es bleiben, und wir sind durch unser Wort gebunden. Um nun zum MacDonald-Brief zu kommen, so hat Herr Jabotinsky bei seinen Bemerkungen nicht seine gewöhnliche Fairneß geübt. Der Premierminister hat wohl das Weißbuch als das „dominierende Dokument" bezeichnet, aber er hat im Unterhaus am nächsten Tage seine Äußerung selbst berichtigt und gesagt, das Weißbuch müsse im Zusammenhang mit dem Brief gelesen werden. Der Brief sei die authentische Interpretation der Punkte, mit welchen er sich befaßt. Jabotinsky bezeichnet es als eine Gefahr, daß gewisse Punkte im Briefe nicht erwähnt sind, sodaß in dieser Beziehung die Auffassung des Weißbuches besteht. Er möge sich daran erinnern, daß auch das Weißbuch gewisse Punkte nicht hehandelt. Man soll nicht glauben, daß die Exekutive mit dem Vorschlag des Legislative Council einverstanden ist. Sie hat vielmehr nachdrücklich erklärt.

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