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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 177

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 177 (sequence 180)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jabotinsky *77 wie Verweisung an eine Kommission und dergleichen. Wo es früher ein Absolutorium gab, da muß jetzt eine motivierte Abstimmung erfolgen. Ich bitte diesen Kongreß, dessen beide Teile brave Menschen sind, die Kurage zu haben, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Der Kongreß muß einmal sagen: Diese Reden, dieser Bericht, diese ganze Tradition der Handlungen finden sie unsere Billigung oder nicht? Gehen wir weiter die alten Wege oder wollen wir eine Änderung herbeiführen? Ich komme zum Schluß. Ich muß nur ein kurzes Glaubensbekenntnis hier ablegen, ein optimistisches Glaubensbekenntnis. Wir alle sind tief erschüttert von dem Verhalten Englands. Auch ich bin tief erschüttert, weil ich mir bewußt bin, daß auch ich etwas dazu beigetragen habe, daß die jüdische Politik mit der englischen Politik verbunden wurde. Und ich habe mich sehr oft gefragt: Habe ich damals dem jüdischen Volk eine Lüge erzählt? Es ist menschlich, zu irren, und es ist auch menschlich, sich zu fragen: Warst du ein Narr oder nicht? Wenn ich einmal zu der Oberzeugung komme, daß man mit England nicht mehr gehen kann, werde ich es offen erklären. Es fehlt mir die Zeit und es fehlen mir bittere Worte, um die Entrüstung zum Ausdruck zu bringen gegen die Verwaltung in Palästina und auch gegen die englische Regierung in London. Keiner von uns ist zufrieden, keiner von uns wird sagen: England plays the game. Aber vor uns steht doch die Hauptfrage: Wie ist es dazu gekommen? Es gibt ein Parallelogramm der Kräfte, auch in der Politik. In unserer Politik ist eine Komponente England, Englands Gewissen, Englands Interesse. Aber die zweite Komponente ist unsere Politik, und von ihrer Richtung hängt die Richtung der Resultierenden ab. Und warum hat unsere Resultierende ihre jetzige Richtung? Entweder ist es Fatalität, es würde so geworden sein auch mit einer besseren Methode und einer besseren Leitung, dann würde uns nichts helfen, weil es das Schicksal und die objektiven Faktoren der Welt so wollten; oder aber hat hier unser eigener Irrtum die ausschlaggebende Rolle gespielt. Von diesen zwei Auffassungen ist die eine tief pessimistisch. Wenn es wahr wäre, daß die besten Methoden nichts helfen können, dann ist die Hoffnung verloren. Aber wenn man sagen kann, daß auch unter dieser Konjunktur das Ergebnis bei einer besseren Methode ein besseres wäre, dann gibt es noch Hoffnung. Optimisten sind jene von uns, die sagen: Unsere Politik ist schuld, sie hat dem englischen Volke in unzähligen Reden die Überzeugung beigebracht, die politische Lage sei „satisfactory". Jetzt wollen wir das Neue, das endgültige Experiment machen, aber mit neuen Methoden. Ich glaube das Recht zu haben, im Namen vielleicht des ganzen Kongresses zu sagen, daß die jüdische Einstellung gegenüber all diesen Fragen eine unüberwindlich optimistische ist. Bevor der Jude sich sagt, daß alle Interessen der Welt gegen uns gehen, daß eine der größten Kuturnationen keine Ehrlichkeit hat, daß der liebe Gott seine Augen uns verschlossen hat, ehe wir das sagen, ist es ehrlicher zu sagen: „Aschamti, bagad'ti", und unsere Methoden und unser System zu ändern. Wenn es mit England wirklich nicht ginge, so wäre das ein Unglück, aber mit unserem ganzen jüdischen Wesen sind wir vollständig davon überzeugt, daß auch in diesem sFalle unsere Hoffnung nicht verloren wäre; es würden sich andere Wege finden. Aber so steht die Frage noch nicht; heute gilt es, das neue — das endgültige Experiment mit England durchzuführen, diesmal aber mit besseren Methoden. Und ebenso naiv wie diejenigen, die im Kasino zu Basel, als ich noch ein kleiner

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