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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 173

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 173 (sequence 176)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jabotinsky, Motzkin 173 Willens zitieren (Beifall). Man erinnere sich eher an das, was Max Nordau im Jahre 1920 bei der Londoner Konferenz sagte, wie er dort tobte, weil man das Wort „Judenstaat" in der Balfour-Deklaration vergessen hatte! In den Jahren, wo die Redaktion des Mandatstextes vorgenommen wurde, war die jüdische Stimmung schon vollständig klar. Der American Jewish Congress sandte der Friedenskonferenz seine Formel, in der klar stand: Der Zweck des Zionismus und des britischen Mandates soll sein, die Schaffung einer jüdischen „Majority" zu erleichtern, und wenn diese Majority vorhanden sein wird, die Selbstverwaltung: „seif-government", das ist doch etwas mehr als Selbstverwaltung. Herbert Samuel hielt im Jahre 1919, zwei Jahre nach der Balfour- Deklaration, eine Rede, wo er seine Zielsetzung des Zionismus und des Mandats so formuliert, „daß in der kürzest möglichen Zeit das Land ein ganz selbstregierender Staat (a purely self-governing Commonwealth) unter den Auspizien einer angesiedelten jüdischen Majorität werden soll". Man hat hier Achad Haam zitiert, in einer Rolle, die Achad Haam, der ehrlichste der Menschen, nie beansprucht hätte: als Interpreten des politischen Zionismus! Aber auch Achad Haam hat, einmal wenigstens, dagegen protestiert, daß man ihm unterschob, seine Idee eines geistigen Zentrums sei ein Ghetto. Im Jahre 1926, drei Monate vor dem Tode dieses Mannes, hatte ich mit ihm ein Gespräch in Anwesenheit seines Sekretärs, Pogrebinsky. In diesem Gespräch sagte Achad Haam: „So habe ich mir die Sache nicht vorgestellt." Und er beauftragte seinen Sekretär, seinen Artikel „Drei Stufen" zu bringen. Dort zeigte er mir schwarz auf weiß, was die Idee des geistigen Zentrums ist: „Ein Land, wo wir die Mehrheit sein werden""'' (Beifall). Es ist interessant, daß es sogar nach den schweren Ereignissen der Jahre 1920/21, d. h. nach zwei blutigen Zusammenstößen, wo es schon klar war, daß die arabische Bevölkerung gegen den Zionismus ist, noch Leute gab, die man wahrscheinlich für sehr gemäßigte Staatsmänner hält, die auch ich bereit bin, für sehr gemäßigt zu halten, die aber noch immer auf diesem Standpunkte standen. So z. B. berichtet der offizielle „Bericht der Untersuchungskommission über die Unruhen vom Mai 1921", daß vor der Kommission ein Zeuge stand, ein Jude, den die Kommission charakterisiert als „einen sehr aufklärenden Zeugen". Weiter heißt es: „Er war nicht aggressiv, frei von jeglichem Wunsch, die Araber zu beleidigen; aber wenn man ihn fragte, war er absolut aufrichtig in dem, was er von den Zielen des zionistischen Ideals erzählte. Nach seiner Meinung gibt es in Palästina nur für ein Nationalheim Platz, und das ist das jüdische. Keine Gleichheit in dem partnership, sondern eine jüdische Vorherrschaft (predominance) sofort, nachdem die Zahl dieser (jüdischen) Rasse es erlaubt." Es ist interessant, daß dieser Zeuge — Dr. Eder war (Heiterkeit und Beifall). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich mache den Redner darauf aufmerksam, daß ihm nur noch fünfzehn Minuten zur Verfügung stehen und es keine Verlängerung der Redezeit gibt. VLADIMIR JABOTINSKY (fortfahrend): So waren und so sind die jüdisch-zionistischen Aspirationen. Gestatten Sie mir dafür weiterhin den englischen Ausdruck „Jewish Zionist Aspirations" zu gebrauchen. Wie verstand nun die Regierung in dieser Periode die Jewish Zionist Aspirations? Darüber existieren zwei Dokumente. Eines davon ist das Telegramm, das der britische Außen-

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