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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 165

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 165 (sequence 168)
Language
German, English, Hebrew
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Gronemann, Jabotinsky tion", der Kadoorie-Schule: Alles ist jüdisch, Gründung, Geld, Zweck, aber dieselbe Schwierigkeit in Bezug auf Verwendung jüdischer Arbeit. Wir hoffen auf eine Besserung — aber sie wird nur kommen auf Grund eines gewissen „Drucks", also durch Politik — und das ist das Geheimnis der ganzen Lage. Für den zionistischen Aufbau braucht man beides: man braucht Tatsachen, Leistung, aber stets ist es Vorbedingung des weiteren Fortschrittes, daß man auch den politischen Kampf führt. Von diesem Standpunkt aus müssen wir die Lage in und um Palästina betrachten. Es ist selbstverständlich, daß eine politische Lage, bei den komplizierten Bedingungen Palästinas, nie „ideal gut" werden kann. In jeder Situation, auch wenn sie „gut" ist, gibt es Mängel und Defekte. Auch wenn ein englischer Minister die Lage uns gegenüber verteidigen wollte, würde er doch nicht sagen, daß die Lage „ideal" sei; er würde sagen, die Lage habe Mängel, aber im großen und ganzen glaube er, daß sie erträglich sei. Daher ist das Problem einer politischen Situation nicht die Frage, ob sie ganz gut ist oder nicht — es ist die Frage, ob sie erträglich ist oder unerträglich. Glaubt der Zionist, daß er auf der bestehenden politischen Basis den Zionismus weiter entwickeln kann, oder glaubt er, daß es bei dieser Lage unmöglich sei? Das ganze Problem ist nicht Kritik dieses oder jenes Details; es ist nutzlos, daß wir einander darüber belehren, es gebe kein Licht ohne Schatten und keinen Schatten ohne Licht. Es handelt sich nur um «ins: Ist die politische Lage erträglich oder nicht? Ist sie „satisfactory" oder nicht? Kann man auf dieser Grundlage die Arbeit hoffnungsvoll weiterführen oder nicht? Spricht man von der Kooperation mit der Mandatar macht, so ist es unnütz, uns zu belehren, daß diese Kooperation eine Notwendigkeit ist. Gerade der Revisionismus hat immer unterstrichen, wie unerläßlich es ist, daß die Regierung beim Aufbau positiv mitwirkt. Das ist klar. Das Problem ist aber ein anderes: Ist die heutige politische Lage eine „Basis", auf welcher der Zionismus mit der Mandatarmacht kooperieren kann oder nicht? Hier komme ich zum MacDonald-Brief. Die Beziehung des Kongresses zum „Statement of Policy", das Lord Passfield im Oktober 1930 unterbreitet hat, ist, glaube ich, einstimmig ablehnend. Aber es bestehen noch Illusionen über den Brief MacDonalds. Man muß feststellen, daß bei einem Vergleich mit Passfields Statement der MacDonald-Brief gewisse Punkte enthält, die wir selbstverständlich unparteiisch anerkennen. Der ganze Ton des Dokumentes ist ein mehr oder weniger wohlwollender, während der Ton des Weißbuches übelwollend ist. Es steht in dem MacDonald-Brief die Anerkennung, daß die Regierung den Prozeß der Schaffung des jüdischen Nationalheims nicht als bereits zu Ende kristallisiert, sondern als noch im Werden betrachtet. Es gibt dort ferner die (auf dem Papier) sehr wichtige Anerkennung, daß man bei der Berechnung der „landlosen" Araber nicht alle Araber berücksichtigen wird, sondern nur diejenigen, die beweisen können, daß sie ihre Pacht im Zusammenhang mit einem jüdischen Landkauf verloren haben. Es heißt dort auch, daß bei öffentlichen Arbeiten die Zahl der jüdischen Arbeiter so festgesetzt wird, daß dabei mehr oder weniger der Anteil der Juden an den Steuern des Landes in Acht genommen wird. Von vielen, wenigstens von zweien dieser wohlwollenden Punkte haben wir schon nähere Kenntnisse aus gewissen Tatsachen erhalten, die nach der Veröffentlichung des MacDonald-Brief es geschahen. Aber wir sprechen hier von seinem Papier-Inhalte

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