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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 156

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 156 (sequence 159)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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i56 /. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte vom Mai 1921 wurde ein Telegramm an alle zionistischen Organisationen in der Diaspora gesandt: Versammelt euch und bekundet euer Vertrauen zum High Commissioner in Jerusalem. Dieses Telegramm wurde nicht durch Dr. Weizmann, sondern durch Vladimir Jabotinsky versandt. Erst nachdem er das Weißbuch vom Jahre 1922 — wie er uns auf einem der Kongresse erzählt hat, hat er dieses Weißbuch nur gezeichnet, um Dr. Weizmann eine Gunst zu erweisen — zusammen mit Dr. Weizmann gezeichnet hatte, ist er aus der Exekutive ausgetreten und hat dann plötzlich „gesehen", daß der Führer an den Unruhen Schuld hat. Ich will Ihnen einige Worte darüber sagen, was wir, die Leute der Front, des Schutzes und der Arbeit im Lande in den Ereignissen sahen. Wir sahen vor allem — was für uns keine Überraschung war — daß trotz des großen politischen Erfolges des Jahres 1917, der Balfour-Deklaration, trotz des zweiten politischen Erfolges im Jahre 1922, der Festsetzung des Mandates mit dem Paragraphen über die jüdische nationale Heimstätte, wir noch nicht zu den Herren der nationalen Heimstätte geworden sind und noch nicht unser Recht gesichert haben, in Palästina die nationale Heimstätte zu errichten. Auch heute, nach den schweren furchtbaren Jahren der Prüfung, werden wir nicht den Wert dieser politischen Errungenschaften geringschätzen, ob zwar wir ihnen nie die Bedeutung zuschrieben, die ihnen die Anhänger des „leichten" Zionismus gegeben haben. Unsere zionistische Geschichte beginnt nicht mit der Balfour-Deklaration und dem britischen Mandat. Aber auch diese haben ihre Bedeutung. Andererseits wußten wir aber immer, daß alle diese wichtigen Deklarationen nur Worte sind. Und sofort nach Erteilung der Balfour-Deklaration, noch in den Tagen der Illusionen, haben wir eine starke Forderung gestellt: Beeilt euch und füllet diesen leeren Rahmen, diesen wichtigen, aber leeren Rahmen mit Inhalt. Und weil dieser Rahmen noch nicht zur Genüge mit lebendigem Inhalt gefüllt wurde, haben die politischen Errungenschaften keinen genügenden Nachdruck gewonnen. Und diejenigen, die das jüdische Volk entmutigten, indem sie es durch Illusionen verführten, zu glauben, daß es nicht durch eigene unaufhörliche Anstrengungen, unter allen Verhältnissen und mit allen Mitteln unsere Position im Lande zu verstärken, sondern durch eine politische Demonstration, durch Lärm und Fäusteballen und mit Hilfe der starken Macht des britischen Imperiums gerettet werden wird, tragen einen großen Teil der Schuld an allem, was uns im Lande getroffen hat. Wir haben in diesen zwei Jahren noch etwas gelernt. Wir haben gesehen, daß trotz der Deklarationen der britischen Regierung und der anderen Staaten über die Existenz der jüdischen Nation und ihr Recht auf eine Heimat in Palästina, wir, das ewige Volk, noch von ewiger Feindschaft der Welt umgeben sind, von einer Atmosphäre von Feindschaft, von Verdächtigungen, von Mißverständnis. Die Öffentlichkeit in ganz Europa und auch in England hat sich noch nicht mit dieser sonderbaren historischen Erscheinung — jüdische Nation — und mit dem elementaren und heiligen Recht dieser Nation, ihr eigenes Leben in ihrer Heimat zu erneuern, abfinden können. Wir haben verstanden, daß das, was sich in einer außerordentlichen Weltlage während eines Weltkrieges ereignet hat, als alle Grundpfeiler der Welt erschüttert wurden, als die großen Nationen um ihre Existenz ringen mußten und jede Hilfe von außen hochschätzten, noch nicht etwas Festes in dem Bewußtsein der Welt und in dem Bewußtsein der öffentlichen britischen Meinung darstellt. Es ist eine unangenehme Pflicht, diese Tatsache

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