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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 154

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 154 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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*54 5. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte trächtigung unserer Rechte in Bezug auf die Regierun'gsarbeiten, bei einer schweren Arbeitslosigkeit im Lande gibt es in Palästina Hunderte von jüdischen Wirtschaften, zu denen der jüdische Arbeiter keinen Zutritt hat. Zu über hundert Wirtschaften in Petach Tikwa, zu vielen jüdischen Wirtschaften in Chedera, Rechoboth und Ness Ziona hat der jüdische Arbeiter keinen Zutritt. Und einige tausende Chaluzim, die gekommen sind, um den Zionismus zu verwirklichen, gehen gezwungen ohne Arbeit herum und hungern, nicht weil es keine Arbeit in Palästina gibt, sondern weil auch in der jüdischen Kolonie die Tür für sie geschlossen ist — nicht durch die Mandatsregierung und nicht durch unsere Feinde im Lande, sondern durch diejenigen, die mit der Idee der Volksrenaissance ins Land gekommen sind und die sich mit Hilfe des jüdischen Volkes und auf seine Rechnung große Teile dieses teuern Bodens von Erez Israel erworben haben. Wir werden der politischen Lage nicht gerecht werden, wenn wir das furchtbare Kapitel der letzten zwei Jahre mit den Augustereignissen beginnen. Vor den Augustereignissen war die Angelegenheit des Kotel Hamaarawi. Aus verschiedenen Gründen kann ich jetzt nicht die volle Wahrheit in dieser Sache aussprechen. Ich möchte nur bemerken, daß einst die jüdische Geschichte darüber urteilen wird, wer in jenen schweren Tagen unserer Aufgabe und dem Zionismus treu war, ob diejenigen, die den Jischuw warnten, sich nicht in die Provokation eines® Religionskampfes ziehen zu lassen, oder diejenigen, die mit ihren Worten öl ins Feuer gössen. Sie wissen, was in den zwei Jahren nach den Ereignissen im Lande vor sich gegangen ist. Sie kennen die Geschichte der Untersuchungen und wie wir plötzlich durch die Shaw-Kommission auf die Anklagebank gesetzt wurden. Sie kennen die Einstellung der Immigration im Mai, die erste Erklärung der Mandatsregierung vor der Mandatskommission, die „objektivecc und „wissenschaftliche" Untersuchung von Sir John Hope Simpson und zum Schluß das Weißbuch von Passfield. Ich möchte nur hinzufügen, daß auch der MacDonald-Brief, an dessen guter Absicht wir nicht zweifeln und dessen großen politischen und moralischen Wert wir nicht unterschätzen, bisher in Palästina nur ein Fetzen Papier geblieben ist. Dieser Brief hat vielleicht manches bevorstehende Unglück abgewendet, was bei unserer tragischen Lage auch wichtig ist. Aber außerdem erhielt dieser Brief einen sehr wichtigen positiven Punkt für uns. Ich meine hiermit unser Recht auf Regierungsarbeiten. Zum erstenmal erhielten wir ein autoritatives Dokument,, das nicht nur klar unser Recht auf Regierungsarbeiten, sondern auch einen mehr oder weniger gerechten Maßstab für unsern Anteil an diesen Arbeiten festsetzt. Aber bisher wurde dieser Punkt nicht verwirklicht. Und so wie ein Teil der jüdischen Arbeitgeber — ich betone mit großer Genugtuung: nur ein kleiner Teil, denn es gibt nicht nur in den neuen Kolonien, wo die jüdische Arbeit zu 100 Prozent herrscht, sondern auch in den alten Kolonien viele neue und alte Kolonisten, die das Recht der jüdischen Arbeit anerkennen — so wie ein Teil der jüdischen Kolonisten, so beeinträchtigt auch die Regierung das Recht der jüdischen Arbeiter auf Regierungsarbeiten, auch nach der Veröffentlichung des MacDonald^- Briefes. Außer einer beträchtlichen Anzahl von jüdischen Arbeitern bei den Hafenarbeiten ist der jüdische Arbeiter von den Regierungsarbeiten verbannt, auch von denjenigen, die in rein jüdischen Gebieten wie in Afule und der Umgebung der Kolonien, durchgeführt werden. Jetzt ist ein neues Gesetz, das Pächtergesetz, gekommen. In seiner Grund-

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