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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 153

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 153 (sequence 156)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7961-3484110
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Motzkin, Ben Gurion 153 Dr. G. HERLITZ (Präs. Sekretär) und Sekretär ISRAEL COHEN machen geschäftliche Mitteilungen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich eröffne jetzt die Generaldebatte und erinnere an die bereits bekanntgegebenen Beschlüsse des Präsidiums wegen der Redezeit. Als erster Redner erscheint Herr Ben Gurion für die stärkste Fraktion des Kongresses, die Arbeiterpartei. DAVID BEN GURION (Arb., Erez Israel, mit langandauerndem Beifall begrüßt — spricht hebräisch): Wir kamen nicht hierher als Delegierte einer Partei, sondern als die Vertreter der Front. Wenn wir nur als Delegierte einer Partei hierhergekommen wären, so könnten wir mit den Wahlen zu diesem Kongreß sehr zufrieden sein. Trotz der Unglücksschläge, die in den letzten zwei Jahren insbesondere die Arbeiterschaft Palästinas betroffen haben, trotz der schweren und bitteren Enttäuschungen und trotz der unaufhörlichen Hetze, die im Laufe von zwei Jahren gegen uns geführt wurde, ohne die Wahrheit oder Verantwortung zu berücksichtigen, im zionistischen Lager und in verschiedenen Sprachen, trotzdem ist unsere Liste in verschiedenen Ländern der Diaspora mit größerer jüdischer Bevölkerung als erste hervorgegangen. In Erez Israel haben wir fast zwei Drittel der Stimmen gewonnen (Beifall). Zum erstenmal in der Geschichte des Zionismus tritt unsere Gruppe als die stärkste auf dem zionistischen Kongreß auf. Wir kamen aber nicht hierher, um uns über die Wahlresultate zu freuen. Wir wurden hierher von der Feuerfront des Zionismus entsandt, von dem Heere, das sein Los auf Leben und Tod mit der Verwirklichung des Zionismus verbunden hat und das im Laufe von mehr als 25 Jahren, sowohl als es ein kleines Häuflein war, wie auch jetzt, wo es Zehntausende zählt, treu auf der Wacht unserer Positionen, auf der Wacht des Schutzes der Arbeit und unserer kolonisatorischen, kulturellen und politischen Eroberungen im Lande steht. Wir kamen beladen mit Verantwortung und mit großer Besorgnis wegen der Lage, in der sich unser Werk und unsere zionistische Bewegung befindet. Aus verständlichen Gründen hatte Dr. Weizmann diesmal ein seelisches und politisches Bedürfnis, einen Bericht nicht über die letzten zwei Jahre, sondern über 13 Jahre zu erteilen. In Bezug auf die beiden letzten Jahre hat er nur kurz gesprochen. Wir aber, die wir aus der Front kommen, müssen auf dieses Kapitel besonders eingehen. Es waren zwei Jahre schwerer Prüfung sowohl für das palästinensische Werk, als auch für die zionistische Bewegung. Wir wurden vor einen Angriff gestellt, vor eine organisierte Hetze, die noch andauert, vor ununterbrochene Verleumdungen seitens der Effendis im Lande, der Delegierten des Komintern und der britischen Regierungsbeamtenschaft. Es entstand eine Verschwörung gegen unser Recht auf Existenz im Lande, und zwar nicht nur durch diesen oder jenen Beamten, sondern durch die Mandatsregierung, die sich gerade jetzt in den Händen der Arbeiterpartei befindet. Nicht nur unsere politischen Rechte im Lande, sondern auch unsere bürgerlichen Rechte wurden zum Hohn gemacht. Wir wurden aber nicht nur von äußerem Unglück betroffen, sondern auch ein wichtiger Teil des Jischuw hat sich nach den Augustereignissen unserer Sache entfremdet. Nach der Blockade gegen die Chaluzeinwanderung, nach der Beein-

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