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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 136

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 136 (sequence 139)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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i}6 5. Kongreß-Sitzung: Referat über Finanzierung des Palästinaaufbaus a) Mobilisierung: 1. der in der nationalen Kolonisation (den Siedlungen der Zionistischen Organisation) festgelegten Kapitalien, soweit sie nicht als Siedlungsbeihilfen, auf deren Zurückzahlung nicht gerechnet werden kann, abgeschrieben werden; 2. der in der neuen Pflanzungswirtschaft angelegten Kapitalien, die den privaten Pflanzern das Durchhalten während der sechs ertraglosen Jahre ermöglichen soll. Dabei sollten Einzelpflanzungen nur bis 20 Dunam bevorschußt werden. b) Investition: 1. Beteiligung an jungen, kapitalschwachen industriellen Unternehmungen, deren Geschäftsaussichten und nationalwirtschaftliche Wirkungen positiv beurteilt werden; 2. Beteiligung an neu anzulegenden Pflanzungen von Siedlern entweder vom Arbeiter- oder vom Kleinmittelstandstypus. c) Kredit: 1. Zwischenzeitkredite an die bestehenden Arbeitersiedlungen, am besten zu erreichen durch Kapitalerweiterung der Arbeiterbank; 2. Zwischenzeitkredite an Absatzgenossenschaften der Produzenten — sowohl Milchproduzenten wie z. B. Bananen- und Mandelpflanzer; 3. langfristige Abzahlungskredite an vorstädtische Kleinsiedler. Alle diese den speziellen Bedürfnissen der Volkskolonisation angepaßten Finanzierungsaufgaben verlangen eigentlich spezielle Institutionen, die, wie gesagt, alleinstehend und jede für sich keinen direkten Zugang zum Weltmarkt finden können. Dazu kommt eben noch der schon oben skizzierte Kapitalbedarf etwa der General Mortagage Bank für den Absatz ihrer Pfandbriefe, der Anglo-Palestine-Bank (durch Absatz von Aktien zum Zwecke der Erweiterung ihres Industriedepartements) oder der P.L.D.C. (durch Absatz von Aktien oder fest verzinslichen Obligationen, um eine schlagkräftige Landkaufgesellschaft in die Hand zu bekommen). Tritt man an die Fragen heran, wie für die Bedürfnisse der eben beschriebenen Art der allgemeine Kapitalmarkt erschlossen werden kann — die Frage, die gelöst werden muß, wenn man nicht in den kleinen, ihrer Aufgabe nicht gewachsenen Gründungen stecken bleiben will — so wird man in der einen oder der anderen Form zu unserem schon öfters erörterten, nur nicht durchgeführten Programm eines gut fundierten Investment-Trust zurückkommen müssen, der gegen die Aktien oder Obligationen der verschiedenen für gut befundenen palästinensischen Unternehmungen, die er aufnimmt, seine eigene fest verzinsliche Obligation ausgibt. Die Gründe, die immer wieder auf diesen Plan hindrängen, sind meiner Ansicht nach drei: 1. Der Investment Trust allein kann an die Stelle der vielen und im Ausland schwer nachprüfbaren palästinensischen Wertpapiere eine einheitliche Obligation unter seinem eigenen Namen setzen. Er kann die Einführung dieser Obligation auf dem Markt durch ein gutes Bankhaus sicherstellen. 2. Der Investment Trust allein kann durch eine K ^mbinierung seiner Investitionen einen Durchschnittsprofit erarbeiten, der den Mindestansprüchen des Marktes genügen kann, ohne daß doch kolonisatorisch lebenswichtige Aufgaben, die notwendig eine unternormale Verzinsung tragen (z. B. Kredite an die gemischte Landwirtschaft) ausgeschaltet werden. Industrielle Kredite zu 8% (z. B. der Zinsfuß der Palestine Economic Corporation für ihre industriellen Kredite), städtische Hypothekarkredite zu 7%, langfristige Kredite an private Orangenpflanzer zu 7% und landwirtschaftliche oder Bodenkaufkredite an den J.N-F. selbst zu 2% ergeben — nehmen wir an zu gleichen Teilen investiert — noch immer einen Durchschnittszins von 6% (wenn man von Kommission, Spesen etc. absieht).

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