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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 135

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 135 (sequence 138)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Arlosoroff 13 5 nen) decken können. Es sollte auf diese Weise gelingen, große Beträge besonders der in städtischen Häusern festgelegten Kapitalien wieder zu mobilisieren. Praktisch gesprochen, trifft selbst der Absatz der sehr guten Hypothekenpfandbriefe, die 6,5 und 7 Prozent Zinsen tragen, im Ausland auf diejenigen Widerstände, mit denen ein einzelnes palästinensisches Kreditinstitut, das im Ausland um Kapital wirbt und dessen Papiere weder von der Regierung garantiert, noch zur Börsennotiz zugelassen, also stets realisierbar sind, zu rechnen hat. Diese Widerstände müssen überwunden oder ihre Gründe beseitigt werden, bevor praktisch eine Erweiterung des Kapitals für diese Zwecke in einem angemessenen Umfang erfolgen kann. Eine weitere Art des langfristigen Kredits, der in den letzten Jahren in Palästina nachgefragt wurde, ist der Geldbedarf alter und fest etablierter Orangenpflanzer für eine weitere Vergrößerung ihrer Wirtschaften durch Neuanlage von Plantagen. Es ist nicht zu bestreiten, daß viele dieser Privatwirtschaften in den Kolonien sich in einem ökonomischen Zustand befinden, daß sie eine gesunde Kreditbasis zu einer langfristigen Verschuldung abgeben können. Aber ich bestreite auf das Entschiedenste — und hier ist einer der interessanten Fälle von Widerspruch zwischen privatwirtschaftlichen und nationalwirtschaftlichen Interessen — daß ein nationales oder kolonisatorisches Interesse vorliegt, einem Orangenpflanzer, der zum Beispiel 60 Dunam besitzt, zu weiteren 60 zu verhelfen. Im Gegenteil verlangt das national-kolonisatorische Interesse es gerade in der Monopolzone der Orangenpflanzung, daß die Betriebseinheit so nahe als möglich an der für den Lebensunterhalt einer selbst arbeitenden Familie notwendigen Grenze gehalten wird, also über 20 Dunam nicht hinausgeht. Was bleibt übrig, das durch diese bestehende Kreditorganisation nicht befriedigt wird? Gerade das Gebiet, das man mit besonderem Recht das Gebiet der Volkskolonisation nennen kann, der Kapitalbedarf des kleinen und mittleren Pflanzers und dessen, der mitten in der Anlage seiner Plantage Geld braucht, der Kapitalbedarf des kleineren und mittleren Industriellen, dem zu seinen privaten Mitteln Anlagekapital fehlt oder der seine Unternehmung noch durch ein kritisches Anfangsstadium hindurchsteuern muß, der Kapitalbedarf des vorstädtischen Kleinsiedlers, der Kapitalbedarf der Arbeitersiedlung, die mit Mühe und Not ihr Minimum von Equipment vom Kolonisationsdepartement bekommen hat und auf ihren weiteren wirtschaftlichen Ausbau bedacht ist. Es ist das im Ganzen der Kapitalbedarf einer Wirtschaftsschicht, als deren hervorstechende Charakterzüge man annehmen muß, daß, wenn man sie durch Kapitalbeteiligung und Kredit fördern will, man die gewöhnlichen Methoden des Geschäftslebens an die besonderen Bedürfnisse und Bedingungen der Volkskolonisation anpassen muß. Es ist also ein Kapitalbedarf, den man gerade am schwersten durch direkten Zugang der einzelnen kapitalsuchenden Institution zum allgemeinen Kapitalmarkt befriedigen kann. Ich behaupte, daß es dieser Kapitalbedarf ist, den diejenigen im Auge haben, die von einer aktiven nationalen Förderung der Privatinitiative sprechen. Ich stimme mit ihnen darin überein, daß es derjenige Sektor der jüdischen Privatwirtschaft in Palästina ist, der vom Standpunkt der systematischen Förderung der Einwanderung und Ansetzung möglichst vieler werktätiger Immigranten der weitaus wichtigste ist. Schematisch gesprochen, handelt es sich hier hauptsächlich um folgende konkrete Aufgaben:

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