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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 113

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 113 (sequence 116)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7921-3484070
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Rosenblüth keine niedrigen, sondern Gehälter mittlerer Höhe. Was leitende Beamte anlangt, so wollen wir nicht vergessen, daß sie den Zionismus in einer bürgerlichen Welt zu repräsentieren haben, und wenn schon rein proletarische Bewegungen ihre Beamten so stellen, daß sie imstande sind, ihre Organisation in einer bürgerlichen Welt zu vertreten, so muß dies gewiß für die Zionistische Organisation gelten. Von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der zionistischen Demokratie ist natürlich die Frage der Leitung. Soweit sie eine Frage der Persönlichkeiten ist, kann und muß sie hier aus der Betrachtung ausgeschaltet werden. Ich kann aus meiner mehrjährigen Erfahrung nur das eine sagen, daß ich mir schwer die praktische Arbeit in der Exekutive sowohl wie auch in einem tieferen Sinne die Aufrechterhaltung unseres demokratischen Betriebes vorstellen kann, wenn nicht die Führung entweder formell mit sehr weitgehenden Kompetenzen ausgestattet ist oder sich nötigenfalls diese Kompetenz anmaßt. Bei der Kompliziertheit und Weitverzweigtheit unseres Apparates wird es immer wieder Situationen geben, in denen wichtigste Entscheidungen schnell und noch vor Befragung parlamentarischer Instanzen getroffen werden müssen. In solchen Fällen erfordert das demokratische Prinzip keineswegs, daß man nicht handelt, weil man sich nicht beraten kann, sondern, wie Ben Gurion einmal mit Recht ausgeführt hat, daß man handelt und die Organisation nachträglich von der Richtigkeit seiner Handlungsweise überzeugt. Klar ist jedenfalls: wir brauchen eine starke, repräsentative Exekutive, repräsentativ nicht durch die Zahl, sondern durch das Gewicht ihrer Mitglieder, und wir müssen verstehen, daß die zionistische Demokratie sich selbst ad absurdum führt, wenn sie nicht einer solchen Exekutive ein sehr weites Maß von Handlungsfreiheit läßt. 4 Eine besondere Eigenart unserer Organisation ist ihre Gliederung in Landes¬ und Sonderverbände. Sie ist eine praktische Anwendung des Prinzips der Denkfreiheit, eine Anpassung an die Vielgestaltigkeit jüdischen Volkslebens. An diesem Grundprinzip, das sich bewährt hat, kann und soll nichts geändert werden. Dagegen muß immer wieder die Frage gestellt werden, ob es nicht möglich ist, diese Gliederung mit einer stärkeren territorialen Zusammenfassung der Verbände in den einzelnen Ländern zu kombinieren. Über diese Frage bestehen innerhalb der Exekutive selbst Meinungsverschiedenheiten. Wenn ich meiner eigenen Ansicht Ausdruck geben darf, so gehe ich organisatorisch von einer Gesamtkonzeption aus, bei der die Organisation sich kongreßpolitisch in verschiedene Fraktionen gliedert, die zur Behandlung kongreßpolitischer Fragen auch in der Zwischenzeit existieren, außerdem aber auch in Territorialverbände, die die Zionisten ihres Landes zur gemeinsamen Lösung, landeszionistischer Aufgaben als Mitglieder gemeinsamer Ortsgruppen und eines gemeinsamen Landesverbandes unter der Leitung gemeinschaftlicher höchster Organe zusammenschließen. Ich weiß, daß wir von der Erreichung dieses Zieles noch weit entfernt sind, aber ich glaube, daß kein Kongreß vorübergehen sollte, ohne die Lösung dieser Aufgabe gefördert zu haben. Schließlich zur Kooperation mit den Nichtzionisten. Hierüber ist das Grundsätzliche bereits von Dr. Weizmann ausgeführt worden. Wer davon ausgeht, daß die Jewish Agency weiter existieren soll, und hofft, daß sie unter günstigeren Umständen ihrer Aufgabe gerecht werden wird, jene Kreise des jüdischen Volkes dem palästinensischen Aufbauwerk zu verbinden, die der Zionistischen Organisation nicht oder noch nicht angegliedert werden können, muß bereit sein, der S

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