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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 102

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 102 (sequence 105)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7910-3484059
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102 4- Kongreß-Sitzung: Referat über Lage u. Probleme d. Zion. Organisation jähren aufgebracht hat, und Ostgalizien mit 49.000 gegenüber 28.000 und 29.000 Schekalim. Erhebliche Steigerungen haben auch Österreich, Belgien, Bessarabien, England, Litauen, Marokko, Persien und die Schweiz aufzuweisen. Ein besonderes Kapitel stellt Kanada dar, von wo im laufenden Jahr überhaupt keine Schekalim abgeführt wurden, eine Folge der Tatsache, daß dieses etwas eigenwillig verwaltete zionistische Gebiet sich überhaupt mit dem Sehekelsystem nicht befreunden konnte, aber auch ein Zeichen organisatorischen Niederganges. Überhaupt kann man die Regel aufstellen, daß ein auffälliger Rückgang in den Schekelergebnissen ein Zeichen organisatorischer Schwäche ist. Das gilt z. B. außer für Amerika auch für Altrumänien, das in diesem? Jahre nur 4500 Schekalim gegenüber 13.000 im Jahre 5689 und 11.000 im Jahre 5687 aufgebracht hat und das, wie wir wissen, durch innere Parteikämpfe organisatorisch schwer erschüttert ist. Auf der anderen Seite kann man nicht mit derselben Sicherheit behaupten, daß eine auffällige Steigerung der Schekeleingänge unbedingt ein Zeichen organisatorischen Fortschrittes ist. Man müßte sonst zu dem Ergebnis kommen, daß Kongreßpolen zionistisch das gesündeste Land der Welt ist, was niemand behaupten wird. Das Ergebnis stellt sich etwas ungünstiger dar, wenn man zum Vergleich noch die drei letzten kongreßlosen Jahre 5686/5688/5690 heranzieht. Hier kommen wir zu folgenden Vergleichsziffern: 5686 — 224.722 Schekalim, 568& — 223.991 Schekalim, 5690 — 200.383 Schekalim. Auch hier ist der Rückgang; bereits erklärt, wenn er auf das Konto von Amerika gesetzt wird, und auch hier sind in manchen Ländern erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Aber das letzte kongreßlose Jahr muß vielleicht als ein in mancher Hinsicht anomales Jahr aus der vergleichenden Betrachtung ausgeschlossen werden. Im großen und ganzen kann man feststellen, daß die vergangene Zweijahrperiode mit einem Gesamtergebnis von 605.512 Schekalim einen gewissen Rückgang aufweist gegenüber den 643.000 Schekalim, die wir beim XV. Kongreß, und den 615.000, die wir beim XVI. Kongreß registrieren konnten. Keinesfalls aber ist der Rückgang ein katastrophaler, wie in manchen Teilen der zionistischen Presse prophezeit wurde, und er ist klar zurückzuführen auf den Rückgang der Schekelziffern Amerikas, während in den meisten größeren Ländern sogar ein erheblicher Aufstieg festzustellen ist. Ein anderer Maßstab für die Tragfähigkeit der Baufundamente der Zionistischen Organisation sind die Leistungen der Fonds. Niemand wird in Abrede stellen, daß die Fonds besonders im laufenden Jahre eine Krise durchmachen. Es fragt sich aber, von einem organisationspolitischen Standpunkt aus. gesehen, ob dieser Rückgang auf der geringeren Intensität organisatorischer Aktion und Aktionsfähigkeit beruht oder auf äußeren, in diesem Falle wirtschaftlichen Ursachen. Auch hier muß man zunächst von gewissen Zahlen; Kenntnis nehmen. Im Jahre 5690 (1930) betrugen die Gesamteinnahmen des Keren Kajemeth £ 271.511, also mehr als in irgend einem anderen Jahre vorher. In Polen stiegen die Einnahmen gegenüber dem vorangegangenen Jahre um 15%. Die Einnahmen des K.K.L. im laufenden Jahre sind weniger befriedigend,, und dieser Rückgang deutet zweifellos auf ein Nachlassen organisatorischer Spannkraft in der Bewegung. Aber der Vergleich mit dem erfolgreichen Vorjahre, das gewiß ein zionistisches Krisenjahr war, muß den Schluß nahelegen,.

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