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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 99

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 99 (sequence 102)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Hantke 99 brauchen wir zwei Dinge: "Wir brauchen privates Kapital, das mit einem eigenen Risiko in Palästina arbeitet. Und wir brauchen Geld auf neuen Wegen ohne Verpflichtung der Rückzahlung und ohne Zinsleistung, um den Ausfall dieses katastrophalen Jahres zu decken. Geehrter Kongreß! Wenn diese Lücken ausgefüllt sind, und ich glaube noch, ich bin noch sicher, daß die Zionisten in der "Welt, wenn sie wissen, um was es sich handelt, die Kraft haben werden, diese Lücken, die ein Jahr gerissen bat, durch eine einmalige Anstrengung auszufüllen, dann müssen und dürfen wir den Weg weiter gehen, den wir diese ganzen Jahre gegangen sind. Dann müssen wir wieder bedacht sein auf die Vergrößerung des Keren Hajessod, wie in den fetten Jahren der Vergangenheit, so in den mageren Jahren der nächsten Zukunft. Unwillkürlich kommt uns in diesem Zusammenhang das Wort „Jewish Agency" über die Lippen. Dr. Weizmann hat bereits über die Bedeutung der Jewish Agency trotz mancher Enttäuschungen gesprochen. Ich darf für mich in Anspruch nehmen, daß ich zu denjenigen von uns gehörte, die sich von Anfang an darüber klar waren, daß auch die Heranziehung der Nichtzionisten ein Teil •der nationalen Erziehung ist und daß die Heranziehung der Nichtzionisten, die sich doch vorbereitet hatte in neun Jahren von Keren Hajessod-Arbeit, auch nach der Gründung der Agency nicht schon in einer wundersamen Entwicklung weniger Monate zu einer grundlegenden Änderung der ganzen Lage führen wird. Und deswegen gestatten Sie mir zu sagen, daß wir bei ernster Beschäftigung mit der Agency allmählich die Ergebnisse für Keren Hajessod und für andere Palästinazwecke haben werden, die wir uns versprochen und die manche von uns so übereilig vor zwei Jahren in Gedanken diskontiert haben. Und damit komme ich zum Problem der Arbeit des Keren Hajessod in den nächsten zwei Jahren. Was ist dieses Problem? 25 Prozent Rückgang, geehrter Kongreß, erfordern eine Vermehrung der Keren Hajessod-Zeichner um 33 Prozent, dann werden diese mit den auf 75 Prozent reduzierten Zeichnungen der bisherigen Zeichner wieder ico werden. Können wir das? Es wird eine schwere Aufgabe sein, aber sie ist erreichbar. Ich glaube, wer die Geschichte des Zionismus mitgemacht hat, wie meine Generation, hat das Recht, optimistisch zu sein. Denn rechnen wir, wie wir wollen, seien wir pessimistisch, wie wir wollen, wir haben einen ungeheuren Weg zurückgelegt und wir brauchen nicht zurückzuschrecken vor einer ökonomischen Krisis. Ich bin mir ganz bewußt, die Krisis würde trotz der ökonomischen Weltlage etwas leichter sein, wenn wir nicht so schwere politische Jahre durchgemacht hätten. Sie würde etwas leichter sein, wenn nicht manche Kritiker unserer Politik etwas unvorsichtig wären in der Wahl ihrer Worte, wenn nicht manche Kritiker sich so ausdrücken würden, daß der einfache Mann auf der Straße glaubt, die Sammlung des Keren Hajessod ist nicht mehr wichtig, wenn man verwechselt Kritik über die Verwendung der Gelder mit Kritik eines Fonds, der doch mit dem Keren Kajemeth zusammen die Grundlage unserer ganzen Arbeit im Lande ist (Beifall). Geehrter Kongreß! Einige ruhige Worte der Selbstkritik. Nicht alle Zionisten zahlen Keren Hajessod. Nicht alle Zionisten zahlen so Keren Hajessod, daß ihnen vor Augen steht, daß die Leistung verglichen werden muß mit der Pflicht des Maaßers. Wir wissen und wir haben es von dieser Tribüne aus schon vor vier Jahren gesagt, Maaßer zu geben ist eine ungeheuer schwere Auf-

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