Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 96)
- Language
- German, English, Hebrew
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U ssischkin 93 als Ziel einer großen Anstrengung vorzuschlagen, ist unsere neue Methode, die auch schon von anderen Ländern befolgt wird. Spontan ist dem Beispiel Kanadas unsere ausgezeichnete Föderation in Südafrika gefolgt; sie hat die Bürde übernommen, in drei Jahren 75.000 Pfund Netto aufzubringen und einebestimmte große Fläche, ebenfalls in Scharon, damit auszulösen. Südafrika hat bis heute die Hälfte bezahlt, und wir haben zirka 15.000 Dunam in der besten Gegend von Scharon bereits gekauft (Starker Beifall). Spricht man jetzt von der „Ansiedlung der 1000 Familien", so ist ein gewisser Teil durch diesen Bodenkauf gesichert. Und ich muß auch zur Ehre des Nationalfonds sagen, daß wir diesen Kauf noch in einer Zeit der schwierigsten politischen und ökonomischen Verhältnisse zustande gebracht haben, diesen Kauf, der die Realisierung des Planes überhaupt erst ermöglicht. Der Boden ist da — Sie können ihn besiedeln lassen! Das dritte Land, das diesen Weg beschritt, ist die Tschechoslowakei. Ich kam im vorigen Jahre nach Prag und ich sagte unseren Freunden dort, die Kolonie der tschechoslowakischen Chaluzim sei in ihrer Entwicklung gefährdet. In nächster Nachbarschaft solle der Boden von einer fremden Macht, die uns nicht sehr freundlich gesinnt ist, gekauft werden, und ich sagte ihnen, ich brauche 40.000 Pfund in vier Jahren, um diesen ganzen Boden sofort zu kaufen. Die Tschechoslowakei ist klein, und unsere Freunde erschraken vor dieser Summe. Aber Angst ist kein Programm, sagte ich ihnen, und sie übernahmen die Aufgabe — und wir haben den Boden gerettet. Die Delegierten der Tschechoslowakei, die hier sitzen, dürfen zufrieden sein, der Boden ist bereits unser; wir werden noch Sorgen haben, aber der Boden gehört uns. Ein Land, von dem bei uns immer mit Respekt gesprochen wird, ist das große und auch jetzt nicht gar so arme Amerika. Ich habe in diesem "Winter Amerika besucht. Was dort geschehen ist, sollen die Amerikaner erzählen. Aber das Resultat war schließlich, daß auf der Konferenz in Washington mein Plan feierlich angenommen worden ist, daß jeder Stadt und jedem Bezirk die Verpflichtung auferlegt wird, eine gewisse Bodenparzelle zu erlösen. Diese Aktion soll in fünf Jahren zu Ende geführt werden. Die Arbeit ist im Gange, obzwar die Verhältnisse sehr schlecht sind. Es wurde eine besondere Organisation begründet unter dem Namen „League of Keren Kayemeth". Nach all den Nachrichten, die ich bisher erhalten habe, zweifle ich nicht daran, daß die Aktion im Laufe von fünf Jahren beendet sein wird. Und ich oder ein anderer Vertreter des Keren Kajemeth wird die Möglichkeit haben, einem der Kongresse die Nachricht zu überbringen, daß die große Parzelle, die für die zukünftige Entwicklung des Landes von entscheidender Bedeutung ist, mit Hilfe des amerikanischen Judentums in die Hände des Keren Kajemeth gekommen ist (Beifall). Ich fühle es als meine Pflicht, bei dieser Gelegenheit zwei Namen von Personen zu erwähnen, die mir besonders geholfen haben, bei der schweren Situation in Amerika die Aktion durchzuführen. Einer war dazu verpflichtet, der Präsident des amerikanischen K.K.L., er befindet sich unter uns, Mr. E. Neuman. Der zweite war dazu nur moralisch verpflichtet. Er hat mir aber auch mit seinem ungeheuren Einfluß und seiner großen Autorität geholfen. Es ist der alt-junge Zionist Louis Brandeis. Ich möchte vorschlagen, daß der Kongreß folgende Resolution annimmt: