Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 95)
- Language
- German, English, Hebrew
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92 j. Kongreß-Sitzung: Referat über die Arbeit des Keren Kajemeth bestehen vielleicht nur noch heute; beeilen wir uns, liebe Freunde, damit wir in zwei Jahren nicht wieder Vorwürfe vom Präsidenten der Organisation hören müssen, daß wir nichts getan haben. In dieser Frage haben wir kein Recht, etwas zu riskieren. Das Sprichwort, daß die Lüge kurze Beine hat, ist nicht mehr wahr. Die Lüge wandert auf Flügeln. Sie wächst im Gehen. Sie verbreitet sich nicht nur draußen, sie verbreitet sich heute auch schon in unseren Reihen. Ich fordere deshalb doppelte Arbeit, solange der Glaube in unseren Reihen noch nicht zerstört ist. Wir müssen so rasch wie möglich erwerben, was noch erworben werden kann. Noch eines im Zusammenhang mit dem MacDonald-Brief und dem Entwicklungsplan! Ich weiß nicht, wie die Verhandlungen stehen und welche Bedingungen die Exekutive gestellt hat, aber ich weiß, was not tut und was dieser Kongreß der neuen Leitung auftragen muß. Kommt die Anleihe und mit ihr Bodenkäufe für Kolonisation der, Araber, dann sollen alle Kräfte der Zionistischen Organisation und ihrer Leitung darauf gerichtet werden, daß uns nicht die Möglichkeit genommen wird, in den Gegenden, wo wir schon Fuß gefaßt und eine Kolonisation entwickelt haben, uns auszubreiten und etwas zu schaffen, daß man in diese Gegenden nicht Menschen setzt, die vielleicht einmal alles zerstören. Ich warne Sie vor einer Gefahr. Ich schlage Ihnen folgende zweite Resolution vor: 2. Bodenerwerb ist die Voraussetzung für die Schaffung einer jüdischen Bauernklasse, die die Grundlage des gesamten jüdischen Aufbauwerkes in Palästina darstellt. Daher muß die Bodenerwerbstätigkeit des Keren Kajemeth Lejisrael mit allen Mitteln gefördert werden. Der Kongreß betrachtet jede den jüdischen Bodenerwerb erschwerende Gesetzgebung als mandatswidrig und hemmend für die Verwirklichung des jüdischen Nationalheimes. Der Kongreß bestätigt die Richtlinien der Bodenpolitik des Keren Kajemeth Lejisrael im Sinne des Erwerbs von Ländereien in allen Gebieten, die der Siedlungsarbeit in der nahen Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen, und fordert eine unermüdliche Fortsetzung dieses Werkes. Er besteht auf der Forderung der Übergabe eines entsprechenden Teiles der Staatsländereien an die Juden für ihre im Mandat vorgesehene dichte Siedlung. Und nun eine dritte Resolution: 3. Der XVII. Kongreß erklärt, daß in dieser Stunde, wo die Erlösung des Bodens als Grundlage des Nationalheimes in den Mittelpunkt unseres Aufbauwerkes gerückt ist, jedes Mitglied der Zionistischen Organisation — unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit — die doppelte Verpflichtung hat, sich dem Keren Kajemeth Lejisrael zur Verfügung zu stellen und bei allen Sammlungen und Aktionen aktiv mitzuarbeiten. Nur dann wird der K.K.L. imstande sein, seine zentrale Aufgabe in Palästina zu erfüllen. Wenn ich jetzt darüber referieren will, was der Keren Kajemeth in diesen zwei Jahren geleistet hat, so will ich natürlich nur mit einigen Worten den gedruckten Bericht ergänzen und über eine neue Form der Arbeit sprechen, die wir in den letzten Jahren akzeptiert haben. Ich habe schon den großen Kauf im Zentrum von Scharon erwähnt, der durch die Spende der kanadischen Juden ermöglicht worden ist, Wadi Chawarith. Wenn wir heute Hoffnungen auf eine große Kolonisation, insbesondere auf eine Mittelstands-Siedlung hegen, so dürfen wir das nur, weil wir diesen Boden in Händen haben. Das ist unser Glück, und unser Dank gilt jenen, die uns die Möglichkeit zur Bereitstellung dieser großen Landreserve gegeben haben. Dieser Weg, einzelnen Ländern bestimmte Objekte