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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 86

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 86 (sequence 89)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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S6 j. Kongreß-Sitzung: Referat über politische Arbeit nehmen. Wir haben nichts unversucht gelassen, um mit der zionistischen Öffentlichkeit, hauptsächlich in Palästina und Amerika, den Zionisten Amerikas wie. auch den nichtzionistischen Führern der Jewish Agency in Amerika, in ständigem Kontakt zu sein. Das Aktionskomitee hat eine besondere Politische Kommission ernannt, welche zur Zionistischen Exekutive hinzutreten sollte, um eine erweiterte Repräsentanz der Bewegung zu schaffen. Ich möchte die Gelegenheit benützen, um den Herren dieser Kommission für ihre wertvolle Mitarbeit, herzlich zu danken. "Wir haben Briefe und Telegramme mit den verschiedenen Teilen unserer Organisation gewechselt, wir haben vor allem versucht, auch Vertreter Amerikas und Erez Israels zur Teilnahme an den Verhandlungen heranzuziehen. Das ist leider nicht gelungen. Anfang Januar 1931 tagte wieder das: Aktionskomitee in London, zu der Zeit, als der sogenannte MacDonald-Brief fast fertig war. Die Politische Kommission hatte Gelegenheit, diesen Text zu: diskutieren, und das Aktionskomitee hat beschlossen, daß Weizmann die Diskussion fortführen solle. Ich habe all das erwähnt, um festzustellen, daß der Text des MacDonald-Briefes den wichtigsten Führern der zionistischen Meinung nicht unbekannt war. Der Brief ist zusammen mit dem Statement von Dr. Weizmann am 14. Februar erschienen. Sein Inhalt ist bekannt. Ober den MacDonald-Brief wird in der Politischen Kommission gesprochen werden. Doch möchte ich die Gelegenheit ergreifen, hier öffentlich festzustellen,, daß der Brief von der Leitung keineswegs als ein Sieg aufgefaßt wurde, sondern eben als ein Dokument, das eine Fortsetzung der täglichen Diskussionen und Verhandlungen mit der Regierung ermöglicht. Wir glauben nicht, daß der Brief eine zufriedenstellende Auffassung des Zionismus enthält, aber er versucht, den. Zustand wieder herzustellen, der durch das Weißbuch verdorben worden war.. Man hat in der Presse und in den verschiedenen Vorkonferenzen hier und insbesondere auch in Erez Israel, vielfach behauptet, daß der Brief keinen Einfluß* auf die praktische Arbeit in Palästina hatte, daß er an der Haltung der Beamtenschaft nicht das Geringste geändert habe. Nun ist es nicht meine Obliegenheit,, ein Dokument der englischen Regierung zu verteidigen, aber verteidigen will ich unser Verhalten zu diesem Dokument. Der Brief hat tatsächlich viel Nutzen, gebracht, z. B. bei den späteren Verhandlungen wegen des Entwicklungsplanes. Er enthält gewisse Möglichkeiten, die wir noch herausarbeiten und die von großer Bedeutung werden können. Ein politisches Dokument erweist sich erst in der Praxis, und unsere politische Arbeit wird zeigen, was wir aus diesem Dokument zu machen verstehen. Man hat in England, wie ich schon früher sagte, viel davon gesprochen, daß wir Juden die Araber verdrängen. "Wir hier wissen, wie falsch das ist. Aber Sie wissen ebensogut, daß in der Politik auch Lügen oft eine starke Wirkung haben. Die Trugidee der Verdrängung der Araber taucht in einem offiziellen Bericht in Gestalt genauer Ziffern auf, sogar auf Dezimalziffern genau. Hope Simpson spricht von 29,4 Prozent landloser Araber, und er läßt durchblicken, wenn er es auch nicht ausdrücklich sagt, daß an dieser Zahl der „landlosen Araber" das; jüdische Aufbauwerk schuld hat., Und schon ist auch ein Plan da, die Umsiedlung dieser Familien aus dem Bergland ins Tal, die Angelegenheit wird mit einer Untersuchung der anbaufähigen Bodenflächen vom Aeroplan aus begründet — und das waren die Grundlagen des Weißbuches. Und nun kam der MacDonald-Brief. Durch ihn wurde der Begriff der „Depossedierten" überhaupt

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