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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 84

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 84 (sequence 87)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476288--7892-3484041
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84 j. Kongreß-Sitzung: Referat über politische Arbeit eine solche Erklärung offiziell im Parlament erteilt. "Wie es scheint, hatte aber diese Erklärung nur sehr wenig Einfluß auf die Mitglieder der Kommission selbst.. Ende März 1930 erschien der Bericht der Shaw-Kommission. Damit begann die zweite Periode, eine Periode sehr komplizierter Verhandlungen in London.. Zu dieser Periode gehört die Suspendierung der Arbeiterimmigration und die Untersuchung von Sir John Hope Simpson. Kurz nach dem Erscheinen des Shaw- Berichtes trat die arabische Delegation, die damals in London anwesend war, in Diskussion mit der englischen Regierung über ihre Politik in Palästina. Wir haben gefühlt, daß nun eine große Offensive gegen unsere Arbeit eintreten wird. Offiziell wurde sowohl uns gegenüber als auch in der Presse erklärt, daß die Regierung nicht mit der arabischen Delegation verhandeln könne, da dieselbe verschiedene Forderungen stellte, die absolut gegen die Prinzipien der Mandatspolitik waren. Trotzdem fühlten wir in den Besprechungen mit den Vertretern der Regierung eine Tendenz heraus, eine Verlangsamung unserer Arbeit herbeizuführen. Man begann über die Reduzierung der Immigration zu sprechen. Wir haben die Regierung einigemal davor gewarnt und erklärt, daß eine Verringerung der Immigration vom jüdischen Volke nicht hingenommen werden könne. Wir haben dies der Regierung offiziell erklärt. (BONFELD: Aber nicht in der Presse.) Am 16. Mai wurde die Arbeiterimmigration eingestellt. Gleichzeitig begannen in Palästina und auch in London Verhandlungen zwischen den Vertretern der Regierung und uns. Es wurde mit verschiedenen Vertretern der Regierung, mit dem Kolonialsekretär und dem Premierminister, über die Grundprobleme der Palästinapolitik verhandelt. Im Laufe der Verhandlungen ist der Gedanke aufgetaucht, daß man gemeinsam politische Richtlinien ausarbeiten solle. Es fanden viele Besprechungen statt, an denen u. a. auch Rutenberg teilgenommen hat. Aus den Verhandlungen ist nichts geworden, und zwar aus zwei Gründen: Erstens weil die Regierung sich auf den Standpunkt stellte, daß sie keine Erklärung über ihre Politik im Zusammenhang mit den Boden- und Immigrationsfragen erteilen könne, solange sie nicht im Besitz des. Berichtes von Sir John Hope Simpson sei, und zweitens weil zwischen uns und der Regierung grundsätzlich Meinungsverschiedenheiten in bezug auf verschiedene Probleme, hauptsächlich das der Konstitution, bestanden. Im Juli 1930 wurde dieser Versuch gänzlich aufgegeben. Wir mußten nun auf den Bericht: von Sir John Hope Simpson warten. Inzwischen fanden zwei Sitzungen der Mandatskommission statt, eine außergewöhnliche und eine gewöhnliche. Es wurde scharfe Kritik an der Politik Englands in Palästina geübt. Diese Kritik hatte einen unangenehmen Einfluß auf die öffentliche Meinung in London, und im August 1930, als der Bericht der Mandatskommission erschien, begann die gesamte englische Presse, auch diejenige, die sonst die Labourregierung systematisch anzugreifen pflegte, die Regierung in Schutz zu nehmen. Und soweit man aus der Presse ersehen konnte, war die Stimmung in England damals sehr gespannt. Einer der bedeutendsten Vertreter der Regierung sagte uns z. B., in der Mandatskommission sei anscheinend eine Hälfte der Mitglieder gegen die Juden, die andere Hälfte gegen die Araber, beide Teile hätten sich aber im Kampf gegen England geeinigt. Man faßte den Bericht der Mandatskommission geradezu als einen Angriff gegen England auf. Bei der Sitzung des Völkerbundrates kam es zu einem Ausgleich. Dann aber

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