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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 67

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 67 (sequence 70)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7875-3484024
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Weidmann 67 1922 bis 1929, nicht allein politische Gründe, die sich hindernd in den Weg stellten. Ich sage nicht, daß die Jewish Agency nicht auch Fehler gemacht hat. Es ist eine volkstümliche Wahrheit, daß Menschen und Völker, die keine Fehler machen, gewöhnlich überhaupt nichts machen. Aber gemessen unter weiteren Gesichtswinkeln können wir, denke ich, billigerweise in Anspruch nehmen, daß wir unsere beiden Hauptaufgaben erfüllt haben: Wir haben mit den Mitteln, die uns zur Verfügung standen, alles getan, das jüdische Nationalheim in Palästina aufzubauen, und wir haben die Rechte verteidigt, die uns durch die Balfour- Deklaration und das Mandat verliehen worden sind. DIE MANDATARMACHT UND DIE PALÄSTINAVERWALTUNG. Solange, als die Haltung der Mandatarmacht und die Auslegung, die ihre Vertreter der Balfour-Erklärung und dem Mandat gaben, es uns möglich machten, in diesen beiden Richtungen unsere Pflichten in Ehren zu erfüllen, war der Weg, der uns vorgeschrieben war, der einer aufrichtigen und loyalen Zusammenarbeit mit der Mandatarmacht, sowohl in London als in Jerusalem. Ein anderer Weg war nicht möglich. Eine andere Haltung würde nur eine Hemmung für unser Werk in Palästina und einen Treubruch an der uns anvertrauten Aufgabe bedeutet haben. Wir haben konsequent und unbeirrt durch starken Druck, der manchmal aus den eigenen Reihen kam, alles getan, was sich in Anstand und Würde tun ließ, um die Aufgaben der Mandatarmacht in Palästina leichter zu gestalten. Und hier muß ich zu meinem Bedauern feststellen, daß wir in Palästina seitens der Vertreter der Administration nicht immer den Widerhall fanden, den wir auf Grund unseres Rechtes und unserer Leistung glaubten erwarten zu dürfen. Seitdem die Zivilverwaltung eingesetzt worden war, konnte man zu allen Zeiten und unter der Beamtenschaft der Palästinaregierung der Politik des Jüdischen Nationalheims gegenüber eine gewisse Apathie und Gleichgültigkeit bemerken, die sich manchmal beinahe zu Feindseligkeit steigerte. Es mag Fälle ausgesprochen antijüdischer Voreingenommenheit gegeben haben — sie waren nicht häufig. Was aber eine allgemeine Erscheinung war, wie ich sagte, war ein gewisses Widerstreben, aktive Maßnahmen zur Förderung der Politik zu ergreifen, und in kritischen Zeiten eine Tendenz, sich hinter die Ausflüchte zu verschanzen, daß mit dem Mandat „unvermeidbare Schwierigkeiten" verbunden seien. Es ist eine bedauerliche Tatsache, daß die Zivilverwaltung zu einem großen Teil sich zusammensetzte — und das ist noch immer der Fall — aus Männern, die ein nur sehr geringes Verständnis für zionistische Ziele und Bestrebungen haben und die nach Palästina kommen, ohne mit der komplizierten Aufgabe, die vor ihnen steht, vertraut und ohne für sie im geringsten vorbereitet zu sein. Ich glaube, es ist wahrscheinlich dieser Umstand und nicht eine vorgefaßte Politik oder gar das, was man gewöhnlich Antisemitismus nennt, dem die Haltung der Palästina-Administration zuzuschreiben ist. Ich habe manchmal sagen hören, daß diese Zusammensetzung der Beamtenschaft nur ein weiterer Beweis für eine Art macchiavellistischer Politik der Mandatsregierung sei und daß die Londoner Regierung, während sie fortfährt, ihr Festhalten an der Balfour-Er- Härung und an dem Mandat zu betonen, es zu einem Bestandteil ihrer Politik macht, für ihren Beamtenstab in Palästina solche Männer auszuwählen, von 5*

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