Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 54)
- Language
- German, English, Hebrew
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5i Zweite Kongreß-Sitzimg* Mittwoch, i. Juli 1931, vormittags. Beginn der Sitzung 10 Uhr 20 Min. Vorsitz: Präs. d. Ex. N. Sokolow. ELIESER KAPLAN (Arb., Erez Israel — spricht hebräisch): Im Namen des Aktionskomitees schlage ich vor, zum Präsidenten des Kongresses Herrn Leo Motzkin (ayldauernder Beifall), zu Vizepräsidenten die Herren Ussischkin, Eder, Berlin, Silberschein, Tiomkin, Macky Margulies, Soskin, Farbstein, Kaplan, Reiß und Schmor ak zu wählen. Im Gegensatz zu den früheren Kongressen schlägt das Aktionskomitee vor, diesmal weder Beisitzer noch Schriftführer zu wählen. Der Antrag wird angenommen. PRÄSIDENT MOTZKIN dankt für das Vertrauen, das der Kongreß ihm und seinen Kollegen geschenkt hat, indem er sie zu der Leitung des Kongresses berufen hat. Er hofft, daß dieser Kongreß fruchtbare Arbeit bringen wird, und bittet um die Mithilfe aller (Er übernimmt den Vorsitz). Dr. GEORG HERLITZ (Sekretär des Präsidiums) verliest die Tagesordnung des Kongresses. SAMMY GRONEMANN (Vorsitzender des Kongreßgerichtes — spricht deutsch): Ich habe Ihnen von schwerer Arbeit des Kongreßgerichtes zu berichten. An den Sitzungen beteiligten sich außer den Mitgliedern des Kongreßgerichtes Kongreßanwalt Dr. Barth, sowie als Vertreter der Exekutive Herr Dr. Leo Lauterbach, dessen überaus sorgfältiger Arbeit es zu verdanken ist, wenn überhaupt ein Kongreß in Ordnung zusammentreten kann (Lebhafter Beifall). "Wenn ich von schwerer Arbeit sprach, schwerer als in anderen Jahren, so meinte ich damit nicht nur die Fülle der Arbeit, die wir in diesen Tagen und Nächten zu erledigen hatten, sondern mehr als sonst noch das Gefühl einer großen Verantwortung. Heute, wo die Kämpfe innerhalb der Zionistischen Organisation einen solchen Umfang und eine solche Intensität gewonnen haben, mußten wir mit besonderer Sorgfalt jedes einzelne Mandat prüfen. "Wo Gericht ist, da ist Friede. Die Kämpfe, die vor dem Kongreß sich steigern bis zur Zeit des Kongresses, haben vor dem Tore des Kongreßgerichtes zu schweigen. "Wir legen "Wert darauf, die Tradition, die sich im Kongreßgericht bereits gebildet hat, zu wahren. Das Kongreßgericht besteht natürlich aus Zionisten, von denen jeder seine Stellung innerhalb der Organisation und ihrer Parteien hat. Aber diese Fraktionsüberzeugung bleibt vor der Türe, keiner von den Richtern darf sich als Vertreter einer Partei fühlen. Diese Tradition zu erhalten, war von besonderer Bedeutung, damit eine Stelle im Zionismus bleibe, die über den Parteienstreit erhaben ist, die die Gewähr dafür bietet, daß der Kongreß 4*