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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 47

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 47 (sequence 50)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476288--7855-3484004
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Ruppin 47 belasten. In Westaustralien, wo eine der unseren im Ausmaße fast gleiche Ansiedlung durchgeführt wurde, hat die Regierung für jeden Siedler 2830 Pfund ausgegeben, und die Regierung hat auf diesen Betrag 66,2 Prozent abgeschrieben, als sie jetzt Verträge mit den Siedlern machte. Bei dem Vergleich mit dieser Kolonisation kommen wir sehr gut weg. Sir John Hope Simpson hat es für nötig gehalten, in seinem Bericht zu schreiben, daß die jüdische Kolonisation sich besonders teuer stelle. Er hat dabei leider unrichtige Ziffern verwendet und sich auf unsere Vorhaltungen zwar entschuldigt, aber noch immer den Eindruck bestehen lassen, als ob unsere Kolonisation sehr teuer wäre. Sie hat immerhin nur halb so viel pro Siedler gekostet wie in Westaustralien. Von den 45 Siedlungen, die ganz oder teilweise mit Hilfe des Keren Hajessod begründet wurden, sind heute elf so weit, daß sie sich selbst erhalten und von uns keine Zuschüsse bekommen. Weitere zwölf werden in diesem Jahre selbsterhaltend werden, falls wir das Budget von 90.000 Pfund, das ein Minimalbudget ist, bekommen. Und wenn wir dazu weitere 110.000 Pfund hätten, wären wir imstande, alle 45 Siedlungen so weit mit Inventar zu versorgen, daß sie sämtlich aus unserem Budget gestrichen werden und auf eigenen Füßen stehen könnten. Die Industrie in Palästina hat den Boykott der Araber erfolgreich überstanden. Sie hat sich in Palästina durchgesetzt und in Ägypten, in Südafrika, in Syrien neue Märkte erschlossen; die Exportziffern jüdischer Industrieprodukte zeigen eine Steigerung von 194.000 Pfund im Jahre 1927 auf 269.000 Pfund im Jahre 1929. Die hydro-elektrische Anlage von Ruthenberg am Jordan wird in Kürze ihre Arbeit beginnen. Die Kali-Gesellschaft am Toten Meer hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen, eine jüdische Gesellschaft, welche die Ausbeutung der Heilquellen in Tiberias zum Ziele hat, wird hoffentlich ebenfalls in nächster Zeit ihre Arbeit aufnehmen. Noch einige Angaben über das Unterrichtswesen. 22.500 Schüler besuchen unsere Schulen, die von der Regierung offiziell anerkannt sind und auch von ihr mit einem Betrag von 20.000 Pfund subventioniert werden. Es ist uns gelungen, durch unser Schulsystem eine Vereinheitlichung des Erziehungswesens auf Grundlage der hebräischen Sprache herbeizuführen. Leider hat das Erziehungswesen dadurch gelitten, daß wir'aus Mangel an Mitteln nicht genug Schulräume hatten und den Lehrern die Gehälter nicht regelmäßig zahlen konnten. Die Übergabe des Schulwesens an den Jischuw wird in irgendeiner Weise durchgeführt werden. Ich warne Sie aber davor, zu glauben, daß damit auch alle finanziellen Lasten auf die Knesseth Jisrael übertragen werden können. Sie ist noch ein junges Gebilde und nicht imstande, alle damit verbundenen Lasten zu tragen. Der Jischuw trägt zusammen mit der Regierung schon heute fast die Hälfte der Kosten. Das Schulwerk erfordert 180.000 Pfund, und wir haben im Vorjahre zusammen mit anderen auswärtigen Institutionen nur 90.000 Pfund beigetragen. Was das Sanitätswesen betrifft, so ist es gelungen, das Krankenhaus in Tel Aviv der Stadt zu übergeben und dadurch die Hadassah zu entlasten. Die Erfolge unseres Sanitätswerkes sind groß und bedeutungsvoll. In Tel Aviv waren vor zehn Jahren zwölf Krankenschwestern nur für die Trachombekämpfung erforderlich, heute genügt eine einzige Schwester, weil das Trachom unter den

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