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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 42

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 42 (sequence 45)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4^ i. Kongreß-Sitzung: Begrüßungen Ereignis von großer Bedeutung für die Zukunft des Gewerkschaftswesens in Palästina. So erwarte ich die Schaffung eines friedlichen und wohlhabenden Palästina in hohem Maße von dem Fortschritt in den Arbeitsbedingungen aller palästinensischen Arbeiter, von dem Wachsen eines gesunden Gewerkschaftswesens und, wie ich hinzufügen möchte, von der erfolgreichen Entwicklung von Ansiedlungsplänen. Die Behandlung vieler anderer Probleme würde, wie ich glaube, durch die befriedigende Lösung jener Arbeitsprobleme, von denen ich gesprochen habe, sehr erleichtert werden. Es ist mein glühender Wunsch, Palästina möge rascheste Fortschritte machen, dem im Mandat niedergelegten Ideal entgegen, entgegen der Verwirklichung eines Staates, in welchem das jüdische nationale Heim errichtet ist, der mit autonomen Institutionen versehen ist und in welchem die bürgerlichen und religiösen Rechte aller Einwohner gesichert sind, und ich möchte noch meine aufrichtige Hoffnung hinzufügen, daß die Arbeiten des XVII. Zionistenkongresses einen mächtigen Beitrag zu der Erreichung dieses Ideals bedeuten mögen. gez. Albert Thomas" (Stürmischer Beifall.) Dr. LUCIEN LEVAILLANT (Vertreter des Schweizerischen Israelitischen Gemeindehundes und der israelitischen Kultus gemeinde Basel — spricht deutsch): Im Namen des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, des berufenen Vertreters der gesamten Schweizerischen Judenschaft, heiße ich Sie in Basel herzlich willkommen. Ich habe ferner die hohe Ehre, Ihnen im Namen der Israelitischen Gemeinde Basel und ihres Vorstandes den Gruß und den tiefgefühlten Glückwunsch zu Ihrem heutigen Kongresse zu vermitteln. Endlich begrüße ich Sie im Auftrage unseres Präsidenten, des Herrn Jules Dreyfus-Brodsky, des Vertreters der Schweiz in der Jewish Agency. Meine Damen und Herren! Vor vier Jahren hat Herr Professor Dr. Weizmann von dieser Stelle aus u. a. dargelegt, daß der 15. Zionistenkongreß nach Basel verlegt worden sei, weil der Name unserer Stadt unlösbar mit zwei Schöpfungen der neueren jüdischen Geschichte verbunden ist, mit dem Basler Kongreß und dem Basler Programm. Mag man hierin Vorsehung oder Zufall erblicken, soviel steht jedenfalls fest, daß Basel zur Wiege und Heimat des Zionistenkongresses geworden ist. Von hier aus hat sich der praktische Zionismus die Kulturwelt erobert, so wie auch das Rote Kreuz und der Völkerbund in der Schweiz ihre Heimstätte gefunden haben. Hier in Basel ist das Bewußtsein des jüdischen Nationalismus und die Sehnsucht nach jüdischer Renaissance in neue Formen geprägt worden. Von insgesamt 17 Zionistenkongressen (den heutigen eingerechnet) hat Basel deren neun beherbergt. Die Kongresse der Jahre 1897, 1898, 1899, 1901, 1903, 1905, 1911 und 1927 sind mit ehernem Stift in die Chronik unserer Stadt eingetragen. In Basel weilte zu fünf verschiedenen Malen der große Schöpfer des Kongresses, Theodor Herzl, von dem der Dichter sagt: Ewig in des Volks Gedächtnis Lebt Dein Werk und lebt Dein Bild. Sieh! wir hüten Dein Vermächtnis Treu, den stolzen Davidschild.

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