Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 43)
- Language
- German, English, Hebrew
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4o i. Kongreß-Sitzung: Begrüßungen präsentativen internationalen Bewegungen und sich über die Entwicklung aller Angelegenheiten informiert zu halten, die internationale Beziehungen betreffen. Wir werden deshalb sehr aufmerksam die Arbeit dieses Kongresses verfolgen, der offensichtlich von großer Bedeutung ist. Ich bin auch hier, um Ihnen die Grüße des Generalsekretärs zu überbringen, Sie seiner Sympathie und seines Interesses zu versichern und die Hoffnung auszusprechen, daß die herzlichen Beziehungen, die zwischen Ihrer Organisation und dem Völkerbundsekretariat bestehen, andauern werden. Diese Beziehungen entstehen natürlich aus dem Aufgabenkreise des Völkerbundes heraus, im Zusammenhang mit Fragen, die, natürlich mit gewissen Einschränkungen verstanden, einen zentralen Platz in Ihren Beratungen einnehmen. In diesem Zusammenhang glaube ich Sie daran erinnern zu dürfen, daß die Protokolle des Völkerbundes zeigen, daß er seine Funktionen gründlich und mit vollem Verständnis seiner Verantwortlichkeit ausführt. Freie Diskussion und sorgfältige Prüfung sind die Basis jeder erfolgreichen Kooperation, und nach meiner Meinung gehört es zu den wertvollsten Charakterzügen der Völkerbundsarbeit, daß sie eine ordentliche Möglichkeit für solche Diskussionen und für allseitiges Studium bietet. Das ist immer wieder durch Beispiele bewiesen worden. Gestatten Sie, daß ich Sie nicht länger aufhalte, Ihnen für Ihre freundliche Einladung danke und mit den herzlichsten Wünschen für eine erfolgreiche Tagung schließe! (Lebhafter Beifall.) C. H. W. WEAVER (Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes — spricht französisch): Ich habe das Vergnügen, die Grüße des Internationalen Arbeitsamtes und seines Direktors, Albert Thomas, an den XVIL Zionisten-Kongreß zu überbringen. Herr Thomas bedauert außerordentlich, daß er heute abgehalten ist, an der Eröffnungssitzung teilzunehmen, er hofft aber, daß er am Sonntag hier erscheinen kann, und er wird Ihnen dann selbst die große Sympathie zum Ausdruck bringen, die er für die Errichtung des jüdischen nationalen Heimes empfindet. Bevor ich einen Brief verlese, den er mir als seinen heutigen Gruß an diese Versammlung mitgab, möchte auch ich mir erlauben, Ihnen das aufrichtige Interesse zum Ausdruck zu bringen, das wir an Ihrer Arbeit haben. Wir können vielleicht direkt nicht viel zur Förderung Ihres großen Ideals beitragen, aber die Einwirkung, die wir ausüben können, z. B. in der Permanenten Mandats-Kommission, ist getragen von den freundschaftlichsten Gefühlen für das Gelingen des Aufbauwerkes, für die Leiden und Hoffnungen Ihres über die ganze Welt verstreuten Volkes. Wir beobachten aufmerksam das Repatriierungswerk, das sich im neuen Palästina vollzieht. Stärker als meine Worte mag das zum Ausdruck kommen durch das Schreiben von Herrn Albert Thomas, das ich mir zu verlesen erlaube (Liest:) „Ich bedaure lebhaft, daß es mir nicht möglich war, die Einladung der Exekutive der Zionistischen Organisation zur Eröffnungssitzung des XVII. Zionistenkongresses anzunehmen. Ich hoffe, daß es mir möglich sein wird, nach Basel zu kommen und Sie später während der Dauer des Kongresses persönlich zu begrüßen, es wäre mir aber besonders angenehm gewesen, bei der feierlichen Eröffnung unter Ihnen zu sein und Ihnen mündlich meine aufrichtigsten Wünsche für den Erfolg Ihrer Arbeit zum Ausdruck zu bringen. Nun muß ich Ihnen aber meine Wünsche schriftlich senden und tue es von ganzem Herzen.