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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 39

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 39 (sequence 42)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow, ImHof, Kennard, Cummings 39 spiel folgen, das uns nichts angeht, sondern wir werden mit Ihnen fühlen, wenn Sie um die Erkenntnis des rechten Weges ringen. Daß um diese Erkenntnis gekämpft werden muß, ist Menschenlos; und es ist Menschen los, daß sich dann im Herzen der bange Zweifel erhebt, ob das Licht, das das Dunkel erhellt, von den sich kreuzenden Waffen erzeugt sei oder von der Wahrheit. Sie müssen das selber zu erkennen suchen. Dabei werden Sie mit Sehnsucht Ihrer ersten Führer gedenken, die Ihnen die Bahn gewiesen haben. Auch wir richten unsern innern Blick in ehrfurchtsvoller Erinnerung auf sie und vor allem auf die Gestalt von Theodor Herzl. Wer unter uns diesen Mann gesehen und gehört hat, wird es zu den großen Eindrücken seines Lebens rechnen, Zeuge der geistigen Macht gewesen zu sein, die von ihm ausging, und Zeuge der Wirkung, die sein Wort ausübte. Uns steht es nicht zu, dieses Wort zu deuten oder darüber zu reden, was zur Ausführung seiner Pläne heute getan werden sollte. Aber wir dürfen unsere Wünsche für einen glücklichen Verlauf Ihrer Verhandlungen durch die Anrufung seines Andenkens weihen (Lebhafter Beifall). SIR HOWARD KENNARD (Britischer Gesandter in Bern — spricht englisch): Es war mir eine große Freude, der Einladung der Zionistischen Exekutive zur Teilnahme am XVII. Kongreß zu folgen. Die Geschichte weiß viele Beispiele von Kongressen, deren Beschlüsse große Einflüsse auf die Geschichte eines Landes oder der Welt hatten, Ich zweifle nicht daran, daß auch dieser Kongreß von außerordentlicher Wichtigkeit sein wird. Sic sind in einem Lande zusammengekommen, das ein großes Finanz- und Handelszentrum der Welt ist, und wenn hunderte von Delegierten von allen vier Enden der Welt sich hier getroffen haben, um die Angelegenheit, die alle Juden der Welt interessiert, zu beraten, so möge diese Atmosphäre des Kongreßlandes Ihre Beratungen fördern. In der Zeit, die wir jetzt miterleben, scheint es notwendig, daß wir möglichst viel kollektiv und möglichst wenig individualistisch denken. Wir hatten in den letzten Tagen ein wundervolles Beispiel verständnisvollen Zusammenarbeitens aller Völker. Wenn es möglich ist, daß die großen Nationen so zusammenwirken, so wird sich das auch sicher innerhalb eines Volkes als möglich erweisen. Erst kürzlich hatte ich in Genf Gelegenheit, dieses Bestreben, mehr kollektiv als individualistisch zu denken, zu beobachten. Ich will nicht wagen, an die Probleme zu rühren, die hier besprochen werden sollen, denn ich halte mich selbst nicht für kompetent. Ich möchte nur kurz meinen aufrichtigen Wunsch ausdrücken, daß der Kongreß Ihre Sache fördern möge, und es ist mir eine Freude, die Grüße Großbritanniens, der Mandatarmacht, Ihnen zu überbringen, die zu allen Zeiten bestrebt ist, ihre Verpflichtungen unter dem Mandat auszuführen (Lebhafter Beifall). H. R. CUMMINGS (Chef der Informationsabteilung des Generalsekretariates beim Völkerbund — spricht englisch): Ich brauche nicht zu erklären, daß es für mich als einen internationalen Beamten des Völkerbundsekretariates nicht möglich ist, selbst wenn ich die Kompetenz dazu hätte, einen wirklichen Beitrag zur Diskussion der Themen zu liefern, die hier zur Verhandlung stehen werden. Ich will Sie deshalb mit allgemeinen Wendungen nicht aufhalten. Aber es ist eine von den Funktionen des Sekretariates, Verbindung zu halten mit den re-

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