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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 33

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 33 (sequence 36)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow 33 weise für eine parlamentarische Kommission ein „a priori-Prinzip" hätte sein sollen und daß es nicht in der Kompetenz der Kommission lag, eine feierlich eingegangene Regierungsverordnung und einen auf internationalem Weg geschlossenen Vertrag zu „untersuchen". Die bibelfesten Engländer werden sich an die Geschichte der Kundschafter erinnern. Nur Kaleb, der Sohn des Jephune, und Josua, der Sohn des Nun, haben das Volk ermutigt, die meisten haben die Gemüter bedrückt. Diesmal fiel diese rühmliche Minoritätsrolle dem Mr. Snell zu. Noch ein Beweis, daß nicht England, sondern nur gewisse Engländer versagt haben. England war, wie einst Israel, in einer Minorität vertreten. Und diese Minorität hat den Weg der Geschichte gezeigt. Dann kam das "Weißbuch; hierauf eine neue Protestbewegung. Offiziellerseits wurde erklärt, das Publikum irre sich, das Weißbuch sei nicht gegen die Balfour-Deklaration gerichtet. Es kommt aber nicht darauf an, was der Autor eines Dokumentes in seinem Innern gedacht hat, sondern was der Leser denken muß. Nicht nur unter uns Juden entstand der Eindruck, daß ein weiter, schier unüberbrückbarer Abgrund zwischen diesem Dokument und der Balfour-Deklaration klafft. Dieser Eindruck entstand überall. Dann kam die Einstellung der Chaluzim-EinWanderung, dann die neue Enquete, neue Berichterstattung, Verhandlung mit der englischen Regierung, ein neues wichtiges Dokument — ein Lichtstrahl! — der letzte Brief des englischen Premierministers an Dr. Weizmann, Verhandlungen über ein Entwicklungsprojekt. Im Zusammenhang mit diesem Projekt und in einem ehrlichen Kampf für unsere legitimen Interessen stehen wir noch vor großen, bedeutungsvollen Arbeitsaufgaben. In dieser Beziehung blicken wir mit scharfem Auge, aber auch zuversichtlich in die Zukunft. Über alle diese Fragen werden Sie genaue und ausführliche Exposes anhören. In diesem Augenblick gilt es, einen einheitlichen Grundsatz auszusprechen, aus welchem, wie aus einem festen Mittelpunkt, alle einzelnen Fäden herausgesponnen werden können. Diesen Grundsatz wollen wir in präzisen Linien zeichnen. Wir stehen auf der Höhe einer historischen Aufgabe, die uns zuteil geworden ist. Wir kämpfen für das, was wir schon auf dem Wege internationaler Verhandlungen erreicht haben und aufzubauen entschlossen sind: die „Heimstätte für das jüdische Volk", wie es in unserem Baseler Programm, oder „Jüdisches Nationalheim", wie es im Mandat genannt wird. In letzter Zeit hat man in manchen Kreisen begonnen, Fragen zu stellen: Weshalb, wofür und wozu wurde dem jüdischen Volke das nationale Heim in Palästina zuerkannt? Im Namen aller derjenigen, die an diesem historischen Werk gearbeitet haben, ist es unsere ernste Pflicht, diese Fragen klar und deutlich zu beantworten: die Welt hat uns das Nationalheim auf Grund unserer Bibel, auf Grund der Geschichte unseres Volkes, auf Grund der Gerechtigkeit, auf Grund des nationalen Rechtes kleiner leidender Völker zuerkannt. Sind wir nicht das älteste Märtyrervolk der Welt? Wer beschreibt die Ungerechtigkeit und die Grausamkeit, die wir im Laufe der Jahrtausende erduldet? Eine große Schuld lastet auf den Völkern und ihrer Geschichte. Sie sind gar nicht frei, ob sie an uns Gutes tun wollen oder nicht, sie müssen es um ihrer Ehre willen, um ihres Gewissens willen. Wir bettelten nicht um Gnade. Was die Völker uns Gutes getan, war nicht

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